Ausstellung: Die letzten Tage von Pompeji – Raumfabrik Frankfurt 2025

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Seit einigen Jahren gibt es den Trend der immersiven Ausstellungen. Ich bin mit diesen über Kunstausstellungen zu Claude Monet, Vincent van Gogh und Gustav Klimt in Berührung gekommen. Für mich ist diese Art der Ausstellung eine andere Vermittlung von Kunst, die zum Mitmachen und zum Erleben einlädt und deshalb aus meiner Sicht viele Chancen bietet, wenn es gut gemacht ist. In Frankfurt finden diese Ausstellungen eine Heimat in der Raumfabrik in Heddernheim. Aktuell ist dort jedoch keine Kunstausstellung zu sehen, sondern es wird zu einer multimedialen Reise in die Antike eingeladen. Die Ausstellung „Die letzten Tage von Pompeji“, konzipiert von der spanischen Kunsthistorikerin Míriam Huéscar, eröffnet auf Bildschirmen großen Tafeln mit Nachbildungen von Exponaten, eine Zeitreisemöglichkeit. Zielsetzung der Ausstellung ist es, aufzuzeigen, wie die Menschen vor dem Vulkanausbruch lebten. In Pompeji kann man dies eindrücklich anhand archäologischer Funde nachweisen, da die Lava und Asche vieles gut konserviert haben. Die harte Asche bildete einen Hohlraum um die Verstorbenen. Man goss diesen bei den Ausgrabungen mit Gips aus und konnte die Verstorbenen so inklusive ihrer Gesichtszüge konservieren. Mir war dies in dieser Form bisher nicht bekannt. 2000 Jahre nach dem Ausbruch des Vulkans legen die Funde Zeugnis ab über den Aufbau einer antiken Stadt, von der Wasserversorgung über Möbel, Wandmalereien und Mosaike, bis hin zur Rekonstruktion von damals wachsenden Pflanzen.

Die Ausstellung zeigt zunächst den Aufbau einer römischen Villa und erläutert an diesem den typischen Tagesablauf, gibt Informationen zu Kleidung und Essen, aber auch zu den Verhältnissen von Sklaven und römischen Bürger:Innen. Es wird geschätzt, dass Pompeji zur Zeit Kaiser Augustus etwa 20.000 Einwohner hatte. Diese vergnügten sich auch bei Wettkämpfen mit Gladiatoren oder in örtlichen Tavernen (Gaststätten). Die anschaulichen Erklärungstafeln sind in ihrer Vermittlung klar und nehmen einen mit in die damalige Zeit. Dies gelingt leider in historischen Ausstellungen viel zu selten.

Doch die Ausstellung nutzt auch ihre multimedialen Inhalte wunderbar, um mir als Besucher zwei Stunden in Pompeji zu bescheren. Mit einer VR-Brille geht es mit einer rasanten Streitwagenfahrt durch die Felder vor der Stadt mitten ins Amphitheater. Dort steigen wir ab und befinden uns mitten in einem Gladiatorenkampf. Wir können quasi mit den Kämpfenden dem jeweiligen Angriff ausweichen und dürfen dann noch einen Tigerangriff miterleben. Toll genutzte 3-D-Technik kann ich hierzu nur festhalten. Für einen Aufpreis kann man dann mit dieser Technik im Obergeschoss ins Metaverse und dank Virtual Reality eine antike Villa durchschreiten. Für einen Geschichtsinteressierten wie mich ein unfassbar tolles Erlebnis. Final kann man sich dann noch einen Film ansehen, der die Schilderungen von Plinius dem Jüngeren aufgreift und uns mitten in den Vulkanausbruch führt. Auch dieser Film ist richtig gut gemacht und rundet eine herausragende Ausstellung ab.

Der Preis zwischen 22 und 28 Euro (tagesabhängig) für das gesamte Erlebnis wirkt hoch, ist aber angesichts der gebotenen Qualität aus meiner Sicht berechtigt.

Für mich ist dies eine klare Ausflugsempfehlung. Die Ausstellung ist in der Raumfabrik in Frankfurt bis zum 11. Januar 2026 zu sehen.

Weitere Informationen unter: https://www.raumfabrik-frankfurt.com/veranstaltungen/die-letzten-tage-von-pompeji/

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧🐧

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