Besuch Wikingersiedlung und Museum Haithabu

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Bei unseren Urlauben in Büsum schauen wir uns immer wieder die Gegend und dort zu findende Sehenswürdigkeiten an. Im Jahr 2025 habe ich den großen Wunsch geäußert, einen Besuch in der Wikingersiedlung Haithabu zu absolvieren. Haithabu ist ein besonderes Museum, da es über einen dazugehörigen Freiluftbereich verfügt. Für mich war dieser Besuch etwas Besonderes, da ich mich schon lange für die Geschichte der Wikinger interessiere und die archäologische Bedeutung dieses Ortes für diese Zeit sich in der Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe widerspiegelt.

Man kann seinen Besuch an diesem Ort in zwei Bereiche einteilen. Zum einen gibt es das Museum innerhalb des Gebäudes und dann das Freiluftgelände, in welchem ein kleines Dorf rekonstruiert wurde.

Die Geschichte Haithabus’ ist faszinierend. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert entwickelte sich ein bedeutendes Handlungszentrum in der Nähe der heutigen Stadt Schleswig. In Haithabu wurden vornehmlich Waren aus Nord- und Mitteleuropa, aber durch Funde belegt, auch aus weiter entfernten Regionen gehandelt. Die Siedlung lag an einer schmalen Landenge und ermöglichte auf diese Weise schnelle Handelswege zwischen Nord- und Ostsee. Der dänische König Gudfred machte Haithabu zu einem Zentrum seines Reiches. Später wurde Haithabu außerdem noch Bischofssitz, und so kann man an diesem Ort, auch die Entwicklungen unserer Geschichte ablesen. Zunächst vor allem handelspolitisch bedeutsam, wurde Haithabu auch religiös zu einem Zentrum und schlussendlich mit all dem auch militärisch wichtig. Im 10. Jahrhundert erlebte der Ort seine Blüte und erlebte sogar einen verbrieften Besuch eines arabischen Reisenden.

Pädagogisch ist der Museumsbereich wunderbar aufbereitet, man bekommt Hintergrundgeschichten zu den Ausstellungsgegenständen vermittelt, ebenso kann man eine Führung bekommen, aber auch mit dem Audioguide sich selbstständig und mit breitem Wissensangebot durch die Ausstellung bewegen. Wichtig ist, dass innerhalb des Museums technische Effekte sinnvoll genutzt werden. Man kann ein rekonstruiertes, auf Funden basierendes, Wikingerboot betrachten und hat zwischendurch immer wieder Vitrinen, die ausgehend von den präsentierten Funden, Bilder typischer Wikingerkleidung abbilden. Die Handwerkskunst der damaligen Zeit ist an Broschen sichtbar, Münzprägungen verraten viel über die historischen Entwicklungen. In Kriegergräbern wurden verschiedene Gaben für das Jenseits gefunden und sie machen deutlich, dass wir es nicht nur mit einem handelnden Volk zu tun hatten. Für mich war ebenso gelungen, dass an bestimmten Stellen Modellnachbauten genutzt wurden, um die Lebenswelt und Räumlichkeiten nachzubilden.

Draußen erwarten einen sieben konstruierte Häuser, eine Bootsanlegestelle und sogar die Möglichkeit, sich einer traditionellen Schafrasse zu nähern. Sogenannte Reenactor (quasi Darsteller der historischen Personen) machen Haithabu zu einem besonderen Erlebnis, da Kinder vor Ort lernen, wie man schnitzt oder wie kleine Lederbeutel hergestellt werden. Kulinarisch kann man u.a. einen mittelalterlichen Rahmfladen probieren. Die Rekonstruktionen geben einen tiefen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse und haben für mich vor allem sichtbar gemacht, wie es einem Museum gelingen kann, Geschichte zum Anfassen zu bieten.

Wer einmal in der Nähe von Schleswig Urlaub macht, sollte auf jeden Fall dieses herausragende Museum besuchen! Ich bin mehr als begeistert von diesem Ausflug nach Hause gekommen.

Weitere Informationen unter: https://haithabu.de/

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧🐧

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