May, Karl: Von Bagdad nach Stambul

Mit „Von Bagdad nach Stambul“ habe ich den dritten Band von Karl Mays Orientzyklus gelesen. Besonders gelungen ist die Weiterentwicklung der Freundschaft zwischen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, die während einer dramatischen Pestepisode neue Tiefe erhält. Die Reisebeschreibungen überzeugen, doch die episodenhafte Handlung und das Fehlen eines zentralen Konflikts lassen den Roman für mich hinter seinem Vorgänger zurückbleiben.

Filmkritik: Zwei rechnen ab

„Zwei rechnen ab“ erzählt den legendären Konflikt zwischen Wyatt Earp und den Clantons rund um den Schusswechsel am O.K. Corral. Der Film setzt weniger auf historische Genauigkeit als auf Mythos, Spannung und starke Figuren. Besonders das Zusammenspiel von Burt Lancaster und Kirk Douglas macht diesen Westernklassiker zu einer intensiven Geschichte über Freundschaft, Loyalität und den amerikanischen Westen.

May, Karl: Durchs wilde Kurdistan

„Durchs wilde Kurdistan“ führt Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar und Sir David Lindsay durch Stammeskonflikte, Intrigen und Befreiungsmissionen im Orient. Karl May verbindet Abenteuer, Reiseerzählung und kulturelle Reflexionen zu einem spannenden Roman. Trotz problematischer Stereotype des 19. Jahrhunderts bleibt das Buch wegen seiner Atmosphäre, Spannung und fantasievollen Schauplätze lesenswert.

Filmkritik: Für ein paar Dollar mehr

Der zweite Teil der Dollar-Trilogie von Sergio Leone entwickelt den Italo-Western konsequent weiter. Clint Eastwood und Lee van Cleef jagen als rivalisierende Kopfgeldjäger eine Bande, bevor sie zusammenarbeiten.
Der Film überzeugt durch seine langsame Dramaturgie, moralische Ambivalenz, prägnante Bildsprache und die Musik von Ennio Morricone.

May, Karl: Durch die Wüste

Mit „Durch die Wüste“ beginne ich meine Auseinandersetzung mit Karl Mays Orientzyklus. Der Roman begleitet Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar durch Nordafrika und den Nahen Osten und ist episodisch strukturiert.
Neben landschaftlichen Beschreibungen prägen vor allem religiöse Gespräche den Text. Die Darstellung der arabischen Welt bewegt sich zwischen Anerkennung einzelner Werte und zeittypischen Stereotypen.
Besonders hervorzuheben sind die Schauplätze sowie die Figur Hadschi Halef Omar.

Marheinecke, Reinhard: Der Eisenbahnbaron

Der Roman Der Eisenbahnbaron von Reinhard Marheinecke knüpft an die Welt von Karl May an und erzählt einen Konflikt um den Bau einer Eisenbahnlinie durch das Gebiet der Sioux. Mächtige Unternehmer brechen Verträge aus Profitgier, während Old Shatterhand und Winnetou versuchen, Gewalt zu verhindern und eine gerechte Lösung zu finden. Der Roman greift klassische Motive der Vorlage auf, zeichnet die Figuren jedoch menschlicher und weniger idealisiert. Trotz interessanter Ansätze wirkt die Handlung überladen und wird am Ende zu oberflächlich abgeschlossen.

Filmkritik: Unter Geiern

„Unter Geiern“ (1964) besticht durch mehr Action als viele andere Karl-May-Filme. Stewart Granger als Old Surehand und Pierre Brice als Winnetou harmonieren perfekt, während Götz George als Martin Baumann überzeugt. Die Handlung vereint Abenteuer, Humor und Spannung: Konflikte zwischen Shoshonen, Siedlern und der Geier-Bande halten die Helden auf Trab. Ein Klassiker, der trotz Abweichungen von der Buchvorlage bestens unterhält.