Die Ernährungs-Docs. Unsere 100 besten Anti-Bauchfett Rezepte

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In diesem Jahr stehen Kochbücher im Fokus, die mir dabei geholfen haben, meine Ernährung umzustellen, und die zudem unterstützt haben, dass ich in diesem Jahr schon einige Kilo verloren habe. Im vergangenen Jahr habe ich wieder etwas zugenommen und habe den ärztlichen Auftrag entgegen genommen, meine Leberwerte zu bessern. Bauchfett ist hierbei ein entscheidender Faktor und so hat es das Buch „Unsere 100 besten Anti-Bauchfett-Rezepte“ in mein Kochbuchregal geschafft. 

Ein größer werdender Bauch kann ein Hinweis auf eine ungünstige Fettverteilung sein und damit auf ein gesundheitliches Risiko, das weit über die Kleidergröße hinausgeht. Gerade das sogenannte viszerale Fett, das sich im Bauchraum um die inneren Organe lagert, steht mit Stoffwechselstörungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang. Das 2025 erschienene Koch- und Ernährungsbuch verbindet medizinische Grundlagen mit konkreten Empfehlungen für den Alltag und vor allem mit einer großen Zahl unkomplizierter Rezepte. Herausgegeben wird das Buch von den Ernährungsdocs Matthias Riedl, Viola Andresen, Jörn Klasen und Silja Schäfer. Ziel ihrer Projekte ist es, Ernährung nicht lediglich als Begleiterscheinung eines gesunden Lebensstils zu betrachten, sondern als einen möglichen therapeutischen Faktor. Die Ernährungs-Docs verkaufen keine abstrakte Diät, sondern versuchen zu zeigen, wie Veränderungen im täglichen Leben funktionieren können. Dabei geht es nicht nur um Gewichtsverlust. Ziel ist vielmehr, ernährungsbedingte Risikofaktoren zu reduzieren und Beschwerden zu lindern. Der theoretische Teil von „Unsere 100 besten Anti-Bauchfett-Rezepte“ beginnt deshalb konsequenterweise nicht mit Rezepten, sondern mit einer Erklärung, warum Fett am Bauch überhaupt problematisch sein kann. Übergewicht und Adipositas sind unter anderem mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes verbunden. Bauchfett, Insulinresistenz, ungünstige Blutfettwerte, Entzündungsprozesse und eine Fettleber können miteinander verbunden sein und sich gegenseitig verstärken. Dies wird alles verständlich erklärt und das Buch nicht mit medizinischen Details überlagert. Gelungen ist auch die Darstellung, wie man sein Bauchfett kontrolliert. Bauchumfang und Körperfettanalyse mithilfe einer Waage sind wichtig, denn nur der immer wieder herangezogene Body-Mass-Index (BMI) ist nicht ausreichend. 

Das Buch gliedert sich in einen theoretischen Teil und einen umfangreichen Rezeptbereich. Es beginnt mit Kapiteln wie „Achtung, Bauchfett gefährdet Ihre Gesundheit“, „Warum zu viel Bauchfett auf Dauer krank macht“, „Wie steht es um meinen Bauchumfang?“ und „Vorsicht, Fettleber!“. Danach folgen die praktischen Strategien zur Ernährungsumstellung und Kapitel zu einzelnen Ernährungsschwerpunkten.

Das zentrale Versprechen des Buches ist nicht nur Gewichtsreduktion, sondern vielmehr ein gesünderes Leben durch eine langfristige Veränderung der Ernährungsweise. Die Grundlage bilden Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel, Ballaststoffe, ausreichend Eiweiß sowie hochwertige beziehungsweise ungesättigte Fette. Gleichzeitig sollen stark verarbeitete Lebensmittel und unnötige Zuckerquellen reduziert werden. Die wichtigsten Lebensmittel sind im Buch konzentriert zusammengestellt und spiegeln sich in den Rezepten wieder. Für mich ist eine Stärke der Bücher dieser Reihe, dass man diese auch als Inspiration für eigene gesunde Rezeptideen nutzen kann. Wer dauerhaft weniger essen möchte, ohne ständig Hunger zu haben, braucht Lebensmittel, die lange sättigen. Eiweiß spielt deshalb eine zentrale Rolle. Hülsenfrüchte, Fisch, Milchprodukte, Eier und andere proteinreiche Lebensmittel sind Bestandteil der Rezepte. Zudem wird festgehalten, dass man drei Mahlzeiten am Tag einnehmen und Snacks reduzieren sollte. Die Bedeutung von Intervallfasten für den Gewichtsverlust ist gut dargestellt. Das Buch propagiert keineswegs eine fettfreie Ernährung. Vielmehr wird zwischen verschiedenen Fettqualitäten unterschieden. Hochwertige Fettquellen sollen ihren Platz behalten, während ungünstigere Fettquellen zurückgedrängt werden. Ähnliches gilt für Kohlenhydrate. Die Rezepte setzen nicht auf einen vollständigen Verzicht, sondern auf eine bewusstere Auswahl. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und andere nährstoffreiche Quellen stehen stärker im Mittelpunkt als stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel.

Die Rezepte sind in die Kategorien „Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte und Süßes“ gegliedert. Die Auswahl ist dabei erstaunlich breit. Zum Frühstück finden sich unter anderem unterschiedliche Müslis, Breie und Quinoa-Varianten. Dazu kommen Obst, Joghurt und Quark. Bei den Hauptgerichten reicht die Palette von Gemüsepfannen über Fischgerichte bis zu Fleisch und vegetarischen beziehungsweise veganen Gerichten. Die Rezepte bedienen sich unterschiedlicher Küchenstile und Zutaten, weshalb nie der Eindruck einer monotonen Diätküche entsteht. Genuss wird nicht zum Gegner erklärt, sondern es wird aufgezeigt, wie man mit bewusster Lebensmittelauswahl Gesundheit und leckere Gerichte kombinieren kann. Die einzelnen Rezepte sind übersichtlich aufgebaut. Zutatenlisten und Zubereitungsschritte sind klar voneinander getrennt und lassen sich gut beim Kochen nachvollziehen. Hinzu kommen Angaben zu Portionen, Zubereitungszeiten und Nährwerten. Besonders praktisch sind die Icons, mit denen die Rezepte bestimmten Ernährungseigenschaften zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem „Vegan“, „Vegetarisch“, „Antientzündlich“, „Fettgesund“, „Low Carb“ und „Proteinreich“. Wir haben wieder zahlreiche Rezepte ausprobiert und dabei waren einige Highlights, unter anderem fürs Frühstück eine leckere Handkäsecreme, zum Hauptgericht ein leckeres Kabeljaufilet auf Gemüsepfanne, Vollkornpizza mit Gemüse und Rucola, Tomatensoße mit Kichererbsen und als mein Highlight gefüllte Paprika mit Pilz-Spinat-Hirse. 

Die Ernährungs-Docs setzen auf Lebensmittel, die in einem normalen Supermarkt erhältlich sind, und auf Zubereitungen, die auch ohne besondere Kochkenntnisse funktionieren. Geschmacklich gelingt es den Ärzten aber mit jedem Kochbuch, meinen Geschmack zu erweitern, und zudem doppeln sich Rezepte fast nie. Die Verfasser:Innen des Buches sind auch ehrlich und betonen, dass ausschließlich die Ernährungsumstellung nicht für Gewichtsreduktion sorgen wird.

Fazit:

„Unsere 100 besten Anti-Bauchfett-Rezepte“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Ernährungs-Docs ihr erfolgreiches Fernsehkonzept in Buchform übertragen. Das Buch verbindet medizinisches Grundlagenwissen mit konkreten Handlungsempfehlungen und einer umfangreichen Sammlung von Rezepten. Es wird deutlich, welche gesundheitlichen Probleme sich aus zu viel Bauchfett ergeben können. Dabei wird offensichtlich, dass dieses Buch kein Abnehmkurs ist, sondern sich ganzheitlich mit einer Ernährungsumstellung beschäftigt. Das Konzept setzt auf Gemüse, Ballaststoffe, Eiweiß, hochwertige Fette und möglichst wenig stark verarbeitete und zuckerreiche Lebensmittel. Das Ergebnis ist keine Diätküche, sondern eine abwechslungsreiche Sammlung von Frühstücksideen, Hauptgerichten, kleinen Mahlzeiten und sogar Desserts. Die 100 Rezepte sind übersichtlich gestaltet, alltagstauglich sowie von tollen Geschmackserlebnissen begleitet. An der ein oder anderen Stelle hätte aber mehr Risiko hinsichtlich der Geschmackskombinationen erlaubt sein dürfen. Dies ändert aber nichts daran, dass erneut ein tolles Kochbuch entstanden ist, das ich ebenfalls wärmstens empfehle. 

Werbung aus Liebe zum Buch

Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧

Titel: Ernährungs-Docs. Unsere 100 besten Anti-Bauchfett Rezepte

ISBN: 978-3-9658-4523-7

https://www.zsverlag.de/book/die-ernhrungs-docs-unsere-1-besten-anti-bauchfett-rezepte-e-book-9783965845237

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