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Ich habe mich lange Jahre wenig um meine Ernährung gekümmert. Erst eine schwere Darmerkrankung hat dazu geführt, dass ich mich mehr mit dem richtigen Essen beschäftigt habe. Viel dazu beigetragen hat meine Freundin, die mich auch auf eine TV-Serie aufmerksam gemacht hat, die ich bis dato nur aufgrund meiner Tätigkeit als Buchhändler kannte. Gemeint ist die Gesundheitsratgebersendung „Ernährungs-Docs“. Die Sendung wird seit 2015 im NDR ausgestrahlt. In jeder Folge begleiten Ärzt:Innen Menschen dabei, wie diese sich Krankheiten stellen und deren Heilung, beziehungsweise Linderung mit Ernährungsumstellung unterstützen. Hierbei geht es oftmals um chronische Probleme, bei denen Essen als Medizin hilft. Die Mediziner:Innen der Sendungen waren zu Beginn Dr. Anne Fleck, Dr. Jörn Klasen und Dr. Matthias Riedl, wobei sich dies bis heute etwas verändert hat. Für meinen heutigen Post sind diese Mediziner jedoch passend. Ich möchte nämlich auf meinem Blog in den kommenden Monaten diese Sendung und die dazu erschienenen Kochbücher vorstellen. Zielsetzung meines Jahres 2026 ist, dass ich mich bewusster und gesünder ernähre und vor allem auch etwas Gewicht verliere. Hintergrund ist meine Erfahrung, dass ich mich, wenn ich mich einige Zeit nach Regeln der gesunden Küche ernähre, insgesamt besser fühle. Mein Darm beruhigt sich und ich habe auch mehr Energie im Körper. Meine Skepsis gegenüber einer Ernährungsumstellung wurde vor allem durch die tollen Kochbücher der Ernährungs-Docs genommen. Wir besitzen mittlerweile mehrere der Bücher und kochen viel aus diesen Büchern. Die Rezepte sind gut geschildert, passen von Menge und Zubereitungshinweisen und sind äußerst schmackhaft. Heute möchte ich das erste Buch der Reihe vorstellen, in welchem sich siebzig Rezepte finden, die grundsätzlich dabei helfen sollen, Krankheiten vorzubeugen.
Zunächst werden seitens der Mediziner:Innen grundsätzliche Erläuterungen zur Bedeutung von gesunder Ernährung gegeben. Hierzu gibt es Erklärungen zum Zusammenhang zwischen Ernährung, Stoffwechsel und Erkrankungen. Verständlicherweise gibt es Hinweise zu einzelnen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen und deren Auswirkungen auf unseren Körper.
Anschließend wird bestimmten Krankheiten ausführlicher gewidmet. Hier sind zu nennen: Typ-2-Diabetes, Fettleber, Migräne, Multiple Sklerose, Reflux, Reizdarmsyndrom, Colitis Ulcerosa, Gicht, Neurodermitis, Arthrose oder Schuppenflechte. Sinnvolle Hinweise gibt es ebenfalls zu Bluthochdruck, Adipositas oder Lebensmittelintoleranzen. Dabei werden die Krankheitsbilder kurz geschildert und dann wird erläutert, welchen Einfluss die Ernährung auf sie hat. Es wird nie unterstellt, dass nur eine Ernährungsumstellung alles heilen wird, sondern dies wird immer als Ergänzung betont. Ebenso wird darauf verwiesen, wenn es bei Umstellung der Ernährung einer ärztlichen Hilfe bedarf.
Doch die Stärke des Buches ist, dass am Rande immer wieder bestimmte Ernährungsmythen beleuchtet werden und das Buch Genuss in den Vordergrund stellt. Deshalb gibt es auch Hinweise zum „auswärts essen“ und vor allem einen Vorschlag, wie man schrittweise seine Ernährung umstellen kann. Wichtig ist dabei, dass schon in diesem Buch für mich deutlich wird, welch entscheidende Rolle mein Darm bei einem gesunden Leben und auch bei einem Abnehmprozess spielen wird. Immer wieder wird betont, dass man seine gesunde Ernährung mit viel Bewegung koppeln muss. Zu bestimmten Krankheitsbildern oder Beschwerden gibt es eine Auflistung wichtiger Lebensmittel und jener, die man besser meiden sollte. Ich mag an diesem Buch, dass ich auf einen Blick schnelle Erste Hilfe erwarten kann und der Tonfall nie zu belehrend ist. Ich habe mich für mein Jahr 2026 intensiv mit diesem und weiteren Büchern auseinandergesetzt und möchte mir die Hinweise zu Herzen nehmen. Ich will in diesem Jahr nicht nur viele Rezepte der Ärzt:Innen nachkochen, sondern ebenfalls eigene Rezepte aus ihren Hinweisen heraus entwickeln. Hierzu ist auch der Aufbau zu loben, der die Lebensmittel kategorisiert und die jeweiligen Wirkungen bestimmter Gruppen bündelt. Dabei geht das Buch in seinem Theorieteil immer vom großen Ganzen schrittweise in Details über.
Ich habe sicherlich über die Hälfte der Rezepte dieses Buches ausprobiert und habe nichts zu bemängeln. Die Rezepte sind nicht nur verständlich aufbereitet, auch die Bilder erzeugen Lust auf das Nachkochen. Ebenso wird erläutert, welche gesundheitlichen Ziele man mit dem jeweiligen Gericht verbindet. Die Rezepte sind kategorisiert nach Alltags- und Tageszeiten, sodass man Rezepte für Frühstück, Snack, Hauptmahlzeiten und Desserts findet. Diesen Mix finde ich ebenfalls gelungen. Einige der Rezepte haben wir mittlerweile mehrfach gekocht, da sie uns besonders gut geschmeckt haben. Hier kann ich unter anderem die Kohlrabi-Lasagne, die gefüllten Grilltomaten, den Spargel-Zucchini-Auflauf mit Hähnchen oder das Kabeljaufilet mit Spinat in Senfsoße nennen. Dies sind aber nur wenige Beispiele für eine Vielzahl toller Gerichte.

Fazit:
Dieses Kochbuch liefert viele hilfreiche Tipps und ist in seiner Theorie gut verständlich. Die klare Gliederung und die Ordnungsweise der Rezepte sind gelungen und liefern einen guten Mix aus alltagstauglichen Rezepten und medizinischem Hintergrund. Mir hat dieses Buch auf jeden Fall jetzt schon geholfen und es leistet einen wesentlichen Beitrag zu meiner Ernährungsumstellung und einem gesünderen Leben. Mir haben die Ernährungs-Docs neue Aromen gebracht und gezeigt, dass sich Genuss und gesunde Ernährung nicht ausschließen.
Werbung aus Liebe zum Buch
Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧🐧
Titel: Ernährungs-Docs. Wie sie mit der richtigen Ernährung Krankheiten vorbeugen und heilen.
ISBN: 978-3-8988-3861-0
