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In diesem Jahr standen insgesamt drei Festspielbesuche auf meinem Programm. Die Festspiele in Elspe sind seit einigen Jahren bei mir immer wieder auf dem Plan, und so habe ich dieses Jahr dort die Aufführung von „Im Tal des Todes“ besucht. In Elspe habe ich dieses Stück zum ersten Mal erleben dürfen und mir hat die Inszenierung wirklich gut gefallen. Die Bühne in Elspe habe ich erstmals bei einem Vereinsausflug erleben dürfen, Bekanntheit erlangte sie vor allem durch die Auftritte von Pierre Brice in den 90ern. Rund um die Festspiele kann man in Elspe drei weitere kleine Shows mit der Eintrittskarte erleben. Dieses Jahr war ich zudem Zeuge einer Comedyeinlage auf dem Marktplatz. So bietet Elspe ein gutes Programm für einen Tagesausflug.
Old Firehand (gespielt von Tim Forssmann) ist mit seinem Sohn (Luke Messerschmidt) an der Grenze zu Mexiko unterwegs, als die beiden von Marikopas unter ihrem Häuptling Peteh (Sebastian Kolb) überfallen werden. Sie flüchten sich ins Dorf Dos Palmas. Dort treffen sie auf den Verbrecher Leflor (Martin Krah), der in Verbindung mit den Marikopas steht, da er ihnen Waffenlieferungen versprochen hat. Doch leider kann er dieses Versprechen aktuell nicht einlösen, da seine Quecksilbermine zu wenig Ertrag abwirft. Um diesen zu steigern, versucht Leflor, einen Siedlertreck zu überfallen, um weitere Arbeiter zu versklaven. Old Firehand und Winnetou (Jean-Marc Birkholz) stellen sich ihnen entgegen und wollen die Siedler in eine Lagune retten.
Die Handlung wurde ausgehend von der Buchvorlage durch die verstorbene Elspe-Legende Jochen Bludau gut auf die Bühne angepasst. Marco Kühne führt auch 2025 ausschließlich Regie und bringt mit seinem Team wieder eine actiongeladene Handlung auf die Bühne. Für die humorvollen Elemente ist erneut Markus Lürick, in diesem Jahr als Sir David Lindsay, zuständig. Unterstützung erhält er vom langjährigen Sam Hawkens Darsteller Matthias Schlüter.
Die Kampfsequenzen waren in Elspe schon immer stark und auch das Bühnenbild passt gut zur Story und lässt den ein oder anderen Spezialeffekt zu. Für mich gelingt Tim Forssmann als Old Firehand ein wirklich überzeugender Auftritt, da er dem Westmann eine Lockerheit gibt und trotzdem die angebrachte Heldengröße. Die Überraschung ist für mich die Performance des Kinderdarstellers Luke Messerschmidt, der ebenfalls zu überzeugen weiß. Jean-Marc Birkholz spielt den Winnetou gewohnt stark und gehört für mich seit Jahren zu den stärksten von mir gesehenen Winnetou-Darstellern. Sebastian Kolb darf in diesem Jahr den Marikopahäuptling Peteh spielen und gefällt mir in dieser Rolle weniger als in den Vorjahren. Er hat für mich in den vergangenen Jahren als Bösewicht mehr geglänzt. Diesen Part übernimmt 2025 Martin Krah, der eine solide Leistung bietet. In Erinnerung bleibt in Elspe die bärenstarke Reiterkombo, die vor allem bei den Angriffen auf Siedlung und Lagune ihr Potenzial abruft. Solch schnelle Reiteraction gibt es wahrlich nur in Elspe. Insgesamt ergibt sich aus diesen Kombinationen ein äußerst unterhaltsamer Nachmittag mit starkem Ensemble.
Weitere Informationen erhaltet ihr unter: https://www.elspe.de/events/karl-may-festspiele-2025-winnetou-und-old-firehand-im-tal-des-todes
Im kommenden Jahr wird in Elspe Winnetou I gespielt.
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Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧
