Karl May Festspiele Mörschied 2025: Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado

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In diesem Jahr habe ich mir in Sachen Karl May viel vorgenommen und einige werden mich deshalb sicherlich als Freak bezeichnen, denn ich besuche in diesem Jahr drei Karl May Festspiele. Ich hatte mir schon die ganzen Jahre vorgenommen, dass ich meine Bühnenbesuche erweitere, denn bisher standen nur Bad Segeberg und Elspe auf dem Programm. 2025 folgte nun mein erster Besuch bei den Festspielen in Mörschied im Hunsrück.  In diesem kleinen Dorf wird seit dem Jahr 1992 Karl May gespielt. Die gesamten Festspiele werden durch einen ehrenamtlichen Verein auf die Beine gestellt. Das ganze Drumherum ist dadurch etwas kleiner als man es aus Elspe und Bad Segeberg kennt, die Preise dafür aber auch freundlicher. Ich hatte mir einen Platz in einer der vordersten Reihen gekauft und war deshalb ganz nah dran.

Die Darsteller:Innen sind bis auf den Old Shatterhand Darsteller Marcus Jakovljevic keine schauspielenden Profis und deshalb war es für mich äußerst spannend, welche darstellerische Qualität mich erwarten würde. Gespielt wurde „Unter Geiern. Der Geist des Llano Estacado“ und es wurde ein wunderbarer Umgang mit der Buchvorlage gewählt. Mich konnte die Aufführung in der Regie von Arnd Limpinsel mit den schauspielerischen Leistung vollends überzeugen. Ich gehe sogar so weit, dass man die Leistungen nicht genug würdigen kann, denn die Unterschiede zu den beiden mir bekannten großen Bühnen sind wirklich minimal.

Das Stück entführt uns ins Grenzgebiet von Texas und New Mexico und somit ins Gebiet von Apachen und Komantschen. Die dortige Wüste wird Llano Estacado genannt und in ihr treibt die Geierbande ihr Unwesen. Sie führen ahnungslose Reisende ins Verderben und machen dabei auch nicht vor den Ureinwohnern Nordamerikas Halt. Nachdem sie den  Komantschenhäuptling umgebracht haben, schwören diese Rache an allen Weißen zu nehmen. Ihnen stellen sich Winnetou (gespielt von Eric Nisius) und Old Shatterhand (Marcus Jakovljevic) in den Weg. Unterstützt werden sie dabei vom Dicken Jemmy (Dominik Hepper) und dem Langen Davy (Sully Dreher), die auch für eine Portion Humor im Stück sorgen. Komantschenhäuptling Schiba-Bigk  (Benny Engel) führt seine Krieger zunächst gegen alle Weißen, wird dann aber von Winnetou in einem Gottesurteil überzeugt, die Waffen gemeinsam gegen die Verbrecher zu richten. Die Kampfsequenzen sind richtig gut einstudiert, erreichen nicht gänzlich das Niveau der anderen beiden Bühnen, müssen sich aber nicht verstecken. Dies gilt ebenso für den Schlussstunt. Auf richtig starkem Niveau bewegen sich Bühnenbild und Spezialeffekte und dies war für mich die größte positive Überraschung. Eric Nisius ragt für mich als Winnetou-Darsteller heraus, doch ebenfalls überzeugend ist die schauspielerische Leistung von Alexander Klein als Mitglied der Geierbande Preston. Diese beiden Darsteller möchte ich wirklich herausstellen, auch wenn es insgesamt eine starke Ensembleleistung zu bestaunen gab. Hauptunterschied zu Bad Segeberg und Elspe besteht für mich im Tempo bestimmter Szenen und der Qualität der humorvollen Sequenzen, hier kann Mörschied aus meiner Sicht nicht ganz mithalten. Der ein oder andere Dialog hat zudem gewisse Längen, aber für mich ist dies alles Jammern auf höchstem Niveau. Insgesamt ist festzuhalten, dass in Mörschied etwas unfassbar Tolles auf die Beine gestellt wird und man richtig starke Theaterunterhaltung geboten bekommt. Ich war definitiv nicht zum letzten Mal Gast dieser Bühne.

Weitere Infos, auch zur restlichen Spielzeit unter: https://www.karl-may-moerschied.de/

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧

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