Marheinecke, Reinhard: An den Ufern des Missouri

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Reinhard Marheinecke ist einer der produktivsten Autoren, die Karl-May-Pastiches schreiben. Für mich war seine Entdeckung eine große Freude, da ich nun wusste: Zukünftig wird es weitere Abenteuer mit meinen Kindheitshelden geben. „An den Ufern des Missouri“ ist eine  weitere Abenteuererzählung, welche die Geschichten um die Blutsbrüder fortsetzt. Seine Romane sind zugleich Hommage an den Mayster und setzen zugleich eigene Akzente.

Um was geht es:

Auf einer Überfahrt von Hamburg nach New Orleans erlebt Old Shatterhand, wie ein feiger Mord begangen wird. Unterstützung erhält Old Shatterhand durch einen Theaterschauspieler namens Sherlock Holmes. Winnetou muss zwischenzeitlich einen Navaho vor dem drohenden Tod durch den Strick retten. Im weiteren Verlauf der Erzählung zeigt sich, dass die beiden sich gemeinsam mit alten Bekannten wie Tante Droll oder dem Hobble-Frank wieder einmal einer Bande von Verbrechern entgegenstellen müssen. Die Gier nach den Schätzen der Ureinwohner bedroht den Frieden und führt zu einer Jagd entlang der Ufer des Missouri.

Mein Leseeindruck:

Wieder einmal führt eine harmlos beginnende Reise zu einem unerhörten Mord. Old Shatterhand zeigt sein Geschick als Ermittler, stößt aber bei dem Schauspieler Sherlock Holmes auf ähnliche Eigenschaften. Marheinecke arbeitet immer mal wieder fiktive Elemente anderer bekannter Figuren in seine Pastiche-Romane ein. Ich finde die Skizzierung der Figur als einen jungen, jedoch gut erzogenen Mann, der allerdings auch nicht an mangelndem Selbstbewusstsein leidet, gelungen und verstehe die Faszination Old Shatterhands für den jungen  Mann. Die weiteren Elemente der Geschichte bündeln verschiedene klassische May-Motive. Wir treffen mit Dick Hammerdull, Pitt Holbers, Tante Droll und dem Hobble-Frank auf alte Bekannte, die Marheinecke mit ihren gewohnten Schrullen im Sinne des Maysters weiterverarbeitet. Auf diese Weise entsteht ein Abenteuerroman, in welchem die Blutsbrüder wieder die Interessen der Ureinwohner:Innen und friedliebender Bürger:Innen vertreten müssen. Es gibt Verfolgungsjagden und Konfrontationen, in denen unsere Helden wieder mit Mut und List agieren, um dem Guten zum Erfolg zu verhelfen. Die Gegner sind auch hier an manchen Stellen sehr schablonenhaft, damit jedoch der Spannung des Abenteuers zuträglich. Typisch für May ist bei Marheinecke die Beschreibung der Landschaft übernommen worden. Ebenso verweigert sich Marheinecke nicht den Moralvorstellungen, wie sie schon in den berühmten Vorlagen verwendet wurden. Der größte Unterschied besteht darin, dass Marheinecke noch intensiver zu den realen Lebensverhältnissen der indigenen Bevölkerung recherchiert hat und diese einfließen lässt.

Fazit:

Wieder einmal ist Marheinecke ein spannendes Pastiche mit vielen alten Bekannten gelungen. Marheinecke kennt die Stilistik des Maysters und nutzt diese für eine eigenständige Abenteuerwelt, in welcher auch neue Elemente gelungen Platz finden. „An den Ufern des Missouri“ ist ein spannender Pastiche-Roman und damit eine Lektüre für May-Fans und Einsteiger.

Autor:Inneninformation

Reinhard Marheinecke (geboren 1955) ist eigentlich gelernter Bankkaufmann, ist aber mittlerweile als Kabarettist und Schriftsteller tätig. Er ist vor allem für seine Winnetou und Old Shatterhand Romane bekannt und hat mittlerweile schon über 40 Abenteuer geschrieben.

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧

Titel: An den Ufern des Missouri

ISBN: 978-3932053061

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