May, Karl: Im Tal des Todes

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Es gibt nicht viele Abenteuer Karl Mays mit dem Apachenhäuptling Winnetou als Protagonisten, die ich bisher nicht gelesen und auf dem Blog präsentiert habe, heute folgt jedoch eines. Den Roman „Im Tal des Todes“ habe ich tatsächlich vorher nie gelesen, obwohl dieser auf den Festspielbühnen gerne verarbeitet wird. Grund dafür war wohl vor allem, dass ich mich nicht an die Trilogie herangetraut habe, zu welcher der Roman gehört. Mit „Im Tal des Todes“ wird die Trilogie um das Schicksal der Familie Adlerhorst fortgesetzt.

Um was geht es:

Winnetou und Old Firehand kommen gemeinsam mit dem Kleeblatt einer deutschen Auswandererfamilie zur Hilfe und erkennen, dass sie es mit Verbrechern zu tun haben, mit denen sie und ihre Gefährten schon in der Vergangenheit in Kontakt geraten sind. Die Verbrecher überfallen Siedler, um sie als Arbeitskräfte ins Tal des Todes zu entführen, wo sie den Risiken einer Quecksilbermine ausgesetzt sind. Um ihre Ziele zu erreichen, setzen die Verbrecher auch auf Unterstützung der vor Ort agierenden Stämme. Old Firehand und Winnetou sehen sich somit einer Vielzahl an Gegnern gegenüber und müssen viele Herausforderungen bewältigen, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

Mein Leseeindruck:

Karl May setzt das komplexe Werk um das Schicksal der Familie Adlerhorst mit diesem Abenteuer im Wilden Westen fort. Ich finde die Geschichte um die Suche nach den verschollenen Familienmitgliedern spannend konstruiert, auch wenn sie natürlich nicht mit realistischen Ansätzen punktet. Sogar Old Firehand erhält in diesem Abenteuer weitere Facetten seiner Vergangenheit und der Flucht aus Deutschland in den Westen, welche ihn in Verbindung mit der Familie Adlerhorst bringen. Die Verbrecherfiguren sind gerissen und wirken fast wie ein Best-of schon bekannter Figuren anderer Romane. Es geht um Erberschleichungen, Sklaverei und den Verrat der weißen Bevölkerung für Reichtum. Dabei agieren sie durchaus mit einer bei May nicht immer vorhandenen Brutalität, was Spannungseffekte verstärkt. Winnetou und Old Firehand sind ein eingespieltes Heldenpaar, doch erhalten in diesem Abenteuer tatkräftige Unterstützung. In anderen Romanen Mays sind das Kleeblatt und Sam Hawkens oftmals Nebenfiguren, prägen den Humor und erweisen sich als leichtsinnig. Doch dieses Mal glänzt vor allem Hawkens als gewiefter Westmann, dem auch das ein oder andere Heldenstück gelingt.

Leider setzt sich die schon aus dem ersten Band bekannte Schwäche bei den Frauenfiguren fort. Paloma Nakama wird zwar als mysteriöse und verehrte Figur geschildert, doch die Erzählung gibt ihr keinerlei Tiefe. Die Frauenfiguren dieser Trilogie sind meist nur Figuren, die von Männerfiguren erobert werden, und dies ist wirklich schade und bedauernswert. Ebenso finde ich, dass die hier geschilderten Stämme und die Häuptlingsfiguren äußerst oberflächlich bleiben und entsprechend etwas Faszination dieser Märchenwelt verloren geht. Kompensiert wird dies durch die komplexen Verstrickungen der Familiengeschichte und die Schilderungen der Verbrecherfiguren, sodass ein unterhaltsames und spannendes Abenteuer entsteht.

Fazit:

Die Fortsetzung der Trilogie auf dem nordamerikanischen Kontinent integriert viele Elemente anderer Abenteuerromane. Die Struktur der Bösewichte ist hierfür ein anschauliches Beispiel, da sich in ihnen verschiedene bekannte Motivlagen zeigen. Das Schicksal der Familie Adlerhorst bietet viele Überraschungen und sorgt für Spannung. Oberflächlich bleiben in diesem Abenteuer die Frauenfiguren und die Häuptlinge der beteiligten Stämme. Umso erfreulicher sind die gewohnt mit List, Mut und Respekt agierenden Helden Old Firehand und Winnetou. Vor allem begeistert mich das Kleeblatt und die aktive Rolle von Sam Hawkens. Insgesamt entsteht auf diese Weise ein solides und unterhaltsames Abenteuer, welches für Winnetou-Fans natürlich ein absolutes Muss ist.

Autor:Inneninformation

Karl May (geboren 1842 und gestorben 1912) war ein deutscher Schriftsteller und äußerst produktiver Verfasser von Abenteuerromanen. Er ist einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller mit einer weltweiten Auflage von rund 200 Millionen. Bekannt wurde er vor allem mit seinen fiktiven Reiseerzählungen um die Blutsbrüder Old Shatterhand und Winnetou.

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧

Titel: Im Tal des Todes

ISBN: 978-3-7802-0062-4

https://www.karl-may.de/Buecher/Gesammelte-Werke_Im-Tal-des-Todes

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