Musikkritik: Album „All Washed Up“ von Cheap Trick

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Bei meinen monatlichen Lektüren von Musikrezensionen bin ich auf das Album „All Washed Up“ der amerikanischen Rockband „Cheap Trick“ gestoßen. Die Band wurde 1973 gegründet. In den ersten Jahren waren sie unter anderem als Vorband von Queen auf Tour. 1976 veröffentlichten sie ein nach der Band benanntes Debütalbum.

Die Band gilt als Bindeglied zwischen den melodischen Traditionen der The Beatles und der roheren Energie von Hard-Rock-Acts wie The Who. Diesen Soundmix erkennt man auch im Album „All Washed Up“. Die Band verzichtet weitgehend auf moderne Produktionstricks und setzt stattdessen auf einen organischen Sound, der stark an klassische Rockproduktionen erinnert. Der Opener und Titeltrack setzen den Ton für das Album. Ein treibendes Gitarrenriff eröffnet den Song und begleitet einen Text, der damit hadert, ausgebrannt zu sein, aber Bereitschaft hat, sich neu zu motivieren. Gerade dieser erste Song begeistert mich und lässt mich gut Eingang in dieses Album finden. Der Song „All Wrong Long Gone“ ist mein Liebling und ist das beste Beispiel für einen Mix aus Pop und Hardrock. Textlich wird behandelt, dass es gelegentlich den richtigen Moment braucht, um das Passende zu erkennen. Falsche Wege gehören ebenfalls dazu. „The Riff That Won’t Quit“ macht schon im Titel deutlich, dass hier klirrende Gitarrenriffs im Fokus stehen. Doch die Band kann auch Pop-Balladen wie „The Best Thing“. Der Song ist eine klassische Liebeserklärung. Der Text erzählt von einer Person, die lange nach Erfüllung und Glück gesucht hat.

„Twelve Gates“ erinnert musikalisch an die psychedelische Phase von John Lennon und erinnert auch mit seinem mehrstimmigen Gesang an die Beatles. Inhaltlich greift der Song Themen wie gesellschaftliche Spaltung, Kommunikation und Zusammenhalt auf und ist damit ein starker Part des Albums. „Dancing With The Band“ ist flott und geht auf das Tourleben ein. „Wham Boom Bang“ ist ein ungewöhnlicher Albumabschluss und etwas poppiger. Mir gefällt der Song, da er sich auch musikalisch vor einigen Traditionen verbeugt.

Fazit:

Betrachtet man die Songs als Ganzes, wird deutlich, dass „All Washed Up“ mehrere Generationen von Rockmusik miteinander verbindet, und genau deshalb bereitet mir das Album beim Hören großen Spaß. Ich kann diese Platte nicht auf eine bestimmte Richtung festnageln und liebe die Rockvielfalt. Die Mischung aus eingängigen Melodien, solider Rockmusik und ironisch-reflektierten Texten sorgt für ein rundes Gesamtbild.

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧

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