Ostrander/Duursema/Parsons: Dawn of the Jedi – Der Gefangene von Bogan

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Im vergangenen Monat habe ich bereits einen Star-Wars-Comic vorgestellt, der zu den frühesten erzählten Geschichten im Star-Wars-Universum gehört – die Handlung spielt etwa 25.793 Jahre vor der Schlacht von Yavin und zählt damit zur prä-republikanischen Ära. Zu dieser Zeit gab es noch keine Galaktische Republik. 

Es geht um die Trilogie „Dawn of the Jedi“ und heute präsentiere ich Teil zwei mit „Der Gefangene von Bogan“. Das kreative Team hinter der Reihe bietet zum einen mit John Ostrander einen der prägendsten Autoren für den amerikanischen Dark-Horse-Verlag, der über viele Jahre Comics veröffentlichte. Ostrander ist bekannt für komplexere Figurenzeichnungen und hat viel Input für die politische Ausgestaltung des Star-Wars-Universums geliefert. Jan Duursema ist nicht nur Zeichnerin, sondern Co-Autorin und prägt ebenfalls das Universum schon seit einigen Jahren. 

In der geschilderten Epoche existiert weder der Jedi-Orden in seiner späteren Form noch die bekannte Trennung in Jedi und Sith. Stattdessen begegnen wir den sogenannten Je’daii, die auf dem Planeten Tython leben und ein Gleichgewicht zwischen der hellen und der dunklen Seite der Macht anstreben. Der gefallene Krieger Xesh wurde trotz Fürsprache der Jed’aii Shae Koda, Tasha Ryo und Sek’nos Rath im Exil auf Bogan, zu groß ist das Misstrauen führender Jed’aii. Xesh ist ebenfalls Machtanwender, hat aber als Sklave der Rakata vor allem die dunkle Seite kennengelernt. In seinem Exil trifft er auf den gefallenen Jed’aii Daegen Lok. Dieser ist nach einer gefährlichen Vision ins Exil geschickt worden. Beim Aufeinandertreffen glaubt er in Xesh und seinem Machtschwert einen Teil seiner Vision zu erkennen. Er versucht mit Xesh zu flüchten und sich zum Führer einer Armee aufzuschwingen. Die Jed’aii versuchen, die Entflohenen aufzuspüren und die Gefahr zu bannen. Währenddessen braut sich eine weitere Gefahr durch die Rakata an, vor der auch ein altes Hologramm warnt.

Für Xesh bietet sich die Chance, ein Verbanntenleben zu vermeiden, welches ihn nur an sein Sklavenleben erinnert. Es scheint, dass Xesh den Kampf um die Balance der Macht verliert und sich der Dunkelheit hingibt.

Mit dem zweiten Band nimmt die Trilogie spannend Fahrt auf. Die Je’daii wirken wie ein Vorläufer des Jedi-Ordens, während die Ereignisse auf Bogan als frühe Manifestation der dunklen Seite gesehen werden kann. 

Der visuelle Stil von Jan Duursema ist detailreich und atmosphärisch dicht. Besonders hervorzuheben ist die Gestaltung von Tython und Bogan, die als Gegensätze inszeniert werden: Tython wirkt lebendig und naturverbunden, während Bogan düster und bedrohlich erscheint. Die Figuren sind mit starker Mimik gezeichnet, wobei man an Xesh die innere Zerrissenheit toll erkennt. 

Die Handlung greift vieles auf, was wir aus dem Star-Wars-Universum kennen, die Geschichte ist spannend und alle Figuren erhalten weitere Tiefe. Die Action mit Kampfsequenzen nimmt zu und die Hintergründe der Trilogie sind sichtbar. Visuell überzeugend und dicht erzählt, macht dieser zweite Band Lust auf das Trilogiefinale. Insgesamt wächst mein Interesse an diesen frühen Jahren im Universum.

Fazit

„Dawn of the Jedi – Der Gefangene von Bogan“ ist eine dramatisch spannende Fortsetzung des Trilogieauftakts. Die Figur Xesh entwickelt sich weiter und die Hintergründe werden greifbarer. In den Jed’aii sind klar die Vorfahren der Jedi zu erkennen und wir lernen vieles über die Ursprünge der Macht. Die Geschichte zeugt von moralischer Komplexität und ist visuell gut umgesetzt. Diese Trilogie hat mit Band zwei Fahrt aufgenommen und man darf gespannt auf das nächste Abenteuer warten. Für Star-Wars-Fans eine richtig spannende Geschichte.

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Wertung: 🐧🐧🐧🐧🐧

Titel: Dawn of the Jedi – Der Gefangene von Bogan

Nur noch als E-Book erhältlich

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