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Im Monat Februar ist das von mir gewählte Pinguinbuch eines für die Allerkleinsten. „Mama braucht ‘ne Eiszeit“ ist im Baumhaus Verlag erschienen und als ein Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren empfohlen. Das Buch stammt von der Autorin Romy Pohl und wurde von Caroline Orpheys illustriert.
Das Buch erzählt die Geschichte einer Pinguin-Mama, die sich vor allem nach einer Auszeit vom turbulenten Familienalltag sehnt. Ruhe bleibt jedoch bei drei lebhaften Kindern ein unerfüllter Wunsch. Die Kinder sprühen vor Ideen und probieren gerne aus, auch Papa-Pinguin scheint vor allem mit anderen Aufgaben beschäftigt zu sein und kann die Mutter nicht entlasten. Die Erzählung beginnt mit einer Alltagssituation, die viele Familien kennen werden. Die Pinguin-Mama möchte sich eigenen Aufgaben widmen, doch immer wieder stören sie die quirligen Kinder, und sie ist damit beschäftigt, nach ihnen zu schauen, Streit zu schlichten oder mögliche Gefahren im Blick zu behalten. Als sie dann ihren Wunsch äußert, dass sie eine Auszeit benötigt, wird sie bei ihren verschiedenen Versuchen wiederum von ihren Kindern gestört. Allerdings in liebevoller Art und Weise, da die Kinder ihr eine schöne „Eiszeit“ bescheren. Die geschilderte Geschichte ist ein typischer Einblick in einen Familienalltag, allerdings richtet sich die Geschichte aus meiner Sicht zu wenig an die kindlichen Zuhörer:Innen. Vielmehr rückt die Mutter in den Fokus und die Geschichte ist mir insgesamt zu platt. Sicherlich ist der Grundkonflikt kindgerecht verarbeitet und jedes Kind wird die Situation der Mutter, die sich nach Ruhe sehnt, kennen. Die wiederkehrenden Elemente der Handlung stützen dieses Zentrum der Geschichte.
Die geschilderten Szenen sind allerdings oberflächlich, keine der Figuren schafft es, als mögliche Identifikationsfigur für Kinder zu fungieren. Es gibt keinerlei Entwicklung bei den Figuren, sondern nur einen spielerischen Umgang mit dem Missverstehen der Kinder. Pluspunkt des Buches und Grund für meine Auswahl waren die gelungenen Zeichnungen von Caroline Orpheys. Die Geschichte ist dynamisch illustriert und farbenfroh. Die Pinguinfiguren zeigen unterschiedliche Mimik und verstärken die Süße des angedeuteten Humors. Die Seiten sind zudem nicht mit zu vielen Details überladen. Insgesamt kann dies aber das Buch für mich nicht retten. Die Kürze des Textes ist gut zum Vorlesen geeignet, aber die sprachliche Ausgestaltung ist aus meiner Sicht ebenfalls nicht gut getroffen und man wird die kindliche Zuhörerschaft nicht fesseln können. Die gewählte Thematik ist zudem keine neue in Kinderbüchern.
Fazit:
Ich hatte mich auf dieses Bilderbuch aufgrund seiner Illustrationen gefreut und musste dann leider eine Enttäuschung erleben. Die Story wird mit netten Ideen umgesetzt, doch das Buch bleibt insgesamt zu oberflächlich. Die kindliche Zuhörerschaft und auch die Vorleser:Innen werden den Kern schnell erfassen, doch dem Buch fehlt eine wirkliche Entwicklung oder ein Lösen des eigentlichen Problems. Die Altersempfehlung ist jedenfalls korrekt und die Illustrationen sind äußerst gelungen. Für einen großen Vorlesespaß ist dies allerdings zu wenig.
Werbung aus Liebe zum Buch
Wertung: 🐧🐧
Titel: Mama braucht ‘ne Eiszeit
ISBN: 978-3-8339-1057-9
https://bastei-luebbe.de/Buecher/Kinderbuecher/Mama-braucht-ne-Eiszeit/9783833910579
