Secret Citys Deutschland – Rezension

Corona hat, dies habe ich an einigen Stellen im Blog schon thematisiert, unseren Alltag durcheinander gebracht. So sind auch meine Reiseplanungen beeinflusst worden, doch verzagen wollte ich nicht und so habe ich einfach neu geplant. Schon immer war ich gerne in Städten unterwegs und so habe ich das Beste aus der Situation gemacht und kleine Städtetrips unternommen. Inspiration dafür hat mir auch das Buch „Secret Citys Deutschland“ geliefert. Sicherlich werden noch weitere Ausflüge mit diesem Buch als Ideengeber folgen, trotzdem möchte ich nun, wo sich das Wetter dem Herbst zuneigt, dieses Buch schon einmal vorstellen. Drei Ausflugsbeispiele sollen aufzeigen, dass dieses Buch schöne Reiseziele bietet, auf die ich vielleicht sonst nie gekommen wäre. Das Buch präsentiert insgesamt 60 Städte, die als Geheimtipps angekündigt werden. Das Buch gliedert sich nach Himmelsrichtungen und jede der Städte erhält mindestens zwei Seiten Raum, die mit schönem Bildmaterial ergänzt werden. Man findet auf diesen Seiten eine Kurzvorstellung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber auch Gartenanlagen und man bekommt eine kurze Geschichte der Stadt präsentiert. Gerne man blättert man durch diese Kurzvorstellungen und bei mir wuchsen schnell Ausflugspläne. Mosbach Mein erster Trip führte mich nach Mosbach in den südlichen Odenwald. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit als Reichsstadt im 13. und 14. Jahrhundert. Viele der Fachwerkbauten stammen aus dieser Zeit, leider war bei meinem Besuch das Stadtmuseum nicht zugänglich. Trotzdem konnte ich einen wunderbaren Rundgang durch die Altstadt machen, der gut ausgeschildert war. Man kann sich allerdings auch einfach treiben lassen und kommt automatisch an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Es gibt tolle Fachwerkbauten zu bestaunen, wobei mein Highlight definitiv das Palmsche Haus war. In diesem ist heute die Gaststätte Ratskeller untergebracht. Der Markplatz lädt mit all seinen Lokalitäten zum Verweilen ein und dabei blickt man auf das schöne Rathaus, dessen Bau sofort die ehemalige Kirchenvergangenheit erkennen lässt. Die Schmuckverzierungen an den Altstadtbauten sind Zeugen vergangener Handwerkskunst. Abrunden kann man den Ausflug nach Mosbach, in dem man diesem mit einer Besichtigung der Burg Hornberg kombiniert. Braunfels Sommerhighlight meiner Ausflüge war ganz klar der Besuch der Stadt Braunfels. Ich kann mich bei all meinen Besuchen nicht an eine solch schöne Anordnung von Fachwerkbauten erinnern. Gemeinsam mit dem malerischen Schloss ist mir ein solcher Blick vom Marktplatz aus, in Deutschland nur selten geboten worden. Das Schloss befindet sich immer noch im Besitz der Grafenfamilie Solms. Dies bedeutet auch, dass sich vor den Besuchern eine sehr gut erhaltene Schlossanlage präsentiert. Man kann Teile der Räumlichkeiten und darin enthaltene Sammlungen besichtigen. Kehrt man von der Schlossvisite durch das Steintor zurück auf dem Marktplatz, kann man auf diesem tolle Konditorkunst und leckere Hausmannskost genießen. Dabei bewundert man das umherliegende Fachwerk. Beim weiteren Rundgang erkennt man, wie sehr sich die Stadt und ihre Bewohner um die Pflege ihres Fachwerkes bemühen. Dabei wird die Struktur alter Hofreiten mit modernen Wohnanforderungen kombiniert. Beschließen kann man den Rundgang dann mit einem Spaziergang durch den Kurpark Herrengarten. Saarburg Mein letztes Beispiel führte mich nach Saarburg. Die Stadt liegt in der Nähe von Trier und bietet mit der Feste Saarburg eine alte Höhenburg. Diese ist allerdings nicht mehr so gut erhalten. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg schon allein aufgrund des tollen Ausblicks. Der Stadtteil unterhalb der Burg liegt direkt an der Saar, was man auf jeden Fall mit einer Saarschifffahrt verbinden sollte. Vom Schiff aus hat man dann einen wunderbaren Blick auf die Burg und vor allem auf die schöne Pfarrkirche St. Laurentius. Der Fluss Leuk fließt durch die Stadt und hat Saarburg laut Recherchen auch immer wieder den Zusatz Klein-Venedig eingebracht. Hiervon sollte man sich aber nicht zu viel versprechen, denn sonst würde man der Stadt auch Unrecht tun. Vielmehr sollte man sich an den kleinen Brücken über den Fluss, mit ihrem Blumenwerk erfreuen. Highlight ist sicherlich der 18m hohe Wasserfall am Buttermarkt. An diesem findet man dann auch tolle Lokalitäten, um den Ausflug ausklingen zu lassen. Zusammenfassend hat mir das Buch wirklich tolle Tipps für Ausflüge beschert, von denen ich hier drei stellvertretend präsentiere. Die Informationen des Buches bieten die nötige Inspiration und laden zum Entdecken. Irgendwann werde ich sicherlich alle 60 Städte einmal besucht haben. Secret Citys Deutschland Bruckmann Verlag ISBN: 978-3734315763 Preis: 29,99€ 280 Abbildungen auf 192 Seiten https://verlagshaus24.de/secret-citys-deutschland Share on FacebookShare on TwitterShare on Linkedin