Heidtmann, Andreas: Bei den  Mindener Brüdern

Andreas Heidtmanns Roman „Bei den Mindener Brüdern“ schildert eine Jugend in den 1970er-Jahren. Im Mittelpunkt steht Ben Schneider, der wegen der schweren Erkrankung seiner Mutter in ein Franziskanerkloster-Internat kommt. Der Roman erzählt leise von familiären Brüchen, Sehnsucht, Selbstfindung und jugendlicher Rebellion. Sprachlich atmosphärisch und melancholisch, jedoch ohne klaren zentralen Konflikt.

Mitzenmacher, Christian: Knallkrebse

Christian Mitzenmachers Debütroman Knallkrebse (2025) verbindet sommerliche Leichtigkeit mit einer ernsthaften Flüchtlingsgeschichte. Erzählt wird aus der Perspektive Toms, der eine Patenschaft für den syrischen Flüchtling Farid übernimmt. Humor, Freundschaft und feine Dramaturgie stehen neben Fragen von Vertrauen, Selbstfindung und Eigeninteresse. Die Fluchterzählung erfolgt indirekt und vermeidet dadurch gekonnt Klischees.