Römmele, Andrea: Demokratie neu denken

In „Demokratie neu denken“ analysiert Andrea Römmele fünf Megatrends und entwirft positive wie negative Zukunftsszenarien für unsere Demokratie. Sie fordert mehr Bürgerbeteiligung, faktenbasierte Diskussionen und einen zukunftsorientierten Politikstil. Leicht zugänglich und mutig, bietet das Buch einen spannenden Einstieg in die Herausforderungen demokratischer Gesellschaften.

Gräfe, Daniel: Wir waren Kometen

„Wir waren Kometen“ von Daniel Gräfe erzählt von einer großen Liebe und einer Reise in die Vergangenheit. Nach einem Anruf seiner früheren Partnerin Luba begibt sich Lukas auf einen Roadtrip nach Rumänien, der zur Suche nach Identität, Herkunft und Freiheit wird. Poetisch, intensiv und ambitioniert – ein beachtenswertes Debüt mit kleinen erzählerischen Schwächen.

Assmann, Aleida und Jan: Gemeinsinn

In „Gemeinsinn“ fragen Aleida und Jan Assmann, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Sie analysieren den Verlust des Gemeinwohldenkens, zeigen ideengeschichtliche Wurzeln auf und plädieren für mehr Verantwortung, Solidarität und Engagement. Klar, verständlich und gesellschaftlich relevant – auch wenn konkrete Zukunftsvisionen etwas knapp bleiben.

Stead/Mass: Mortimers Geheimnis

„Mortimers Geheimnis“ von Rebecca Stead und Wendy Mass verbindet Kinderkrimi und Liebeserklärung an Bibliotheken. Zwei Juniordetektive gehen einer abgebrannten Bibliothek auf den Grund und stoßen auf familiäre Geheimnisse. Stark sind Freundschaft, Thema Lesen und Erinnerung – die Kater-Perspektive wirkt jedoch unnötig und schwächt den ansonsten spannenden Plot.

Lebbon, Tim: Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts

Mit „Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts“ führt Tim Lebbon weit zurück in die Geschichte von Star Wars. In der prä-republikanischen Ära begleiten wir die Je’daii Lanoree Brock auf der Jagd nach einer Sekte, deren Anführer ihr Bruder ist. Bildhaft erzählt, mit starken Figuren und klassischen Motiven rund um Macht, Balance und Verführung – ein solider und unterhaltsamer Star-Wars-Roman.

Berg, Mathias: Die Kriminalistinnen – Der Tod des Blumenmädchens

Mit „Der Tod des Blumenmädchens“ startet Matthias Berg eine starke historische Krimireihe über die ersten Polizistinnen der Düsseldorfer Kripo. Im Jahr 1969 kämpft Ermittlerin Lucia Specht nicht nur um die Aufklärung eines Mordes, sondern auch um Respekt in einer männerdominierten Welt. Spannender Krimi und kluge Gesellschaftsstudie über Emanzipation und Wandel – absolut lesenswert.

Schneider, Anna: Grenzfall – Der Tod in ihren Augen

Mit Grenzfall – Der Tod in ihren Augen startet Anna Schneider eine spannende Krimireihe im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Ein grausamer Leichenfund in zwei Ländern zwingt Ermittler:innen zur Zusammenarbeit. Die ungleiche Dynamik zwischen der jungen Alexa Jahn und dem erfahrenen Bernhard Krammer, eine dichte Alpenatmosphäre und realistische Ermittlungsarbeit machen diesen Auftakt packend und lesenswert.