„Der wilde, wilde Westen, fängt gleich hinter Hamburg an“, heißt es in einem Song einer bekannten deutschen Countryband, und dies kann ich in anderer Form unterschreiben. Für mich begann und beginnt diese Welt direkt im nächsten Zeitungskiosk. Dort gibt es nämlich die „Groschenromane“ zu kaufen, mit denen man sich in den Sattel schwingen kann. Nach meiner Lesefaszination, geweckt durch Karl May, blieb ich zunächst bei Abenteuern aus dem „Wilden Westen“ hängen. Mein Vater hat mir die Liebe für dieses Genre sicherlich mitgegeben, aber auch das Wissen, dass sich hinter diesen fiktiven Geschichten eine andere, raue und durchaus schwierige, reale geschichtliche Welt befindet. Nachdem ich mich Karl May, Fritz Steuben und James Fenimore Cooper gewidmet hatte, führte mich die Stadtbücherei zu weiteren Reihen, wie unter anderem Dylan Stark von Pierre Pelot. Es eröffneten sich somit weitere fiktive Welten, die mich begeistern konnten. Schnell landete ich jedoch am heimischen Bücherregal und entdeckte Romane von G. F. Unger. Unger veröffentlichte Heftromane bei Bastei, hatte jedoch auch eine eigene Taschenbuchreihe, und davon fanden sich welche im Fundus meines Vaters. Weiterhin entdeckte ich in Büchereien und später in Antiquariaten die Heyne-Westerntaschenbücher. In dieser Reihe wurden Romane veröffentlicht, zu denen ich auch die Filme kannte, und so wollte ich immer mehr entdecken. Mir gefielen die Romane von Will Henry/Clay Fisher, Matt Braun oder Elmer Kelton, um nur wenige zu nennen. Interessant war, dass diese Autoren reale Hintergründe in ihren Geschichten verarbeiteten. Ich begann, Westernromane zu sammeln, löste diese Sammlung allerdings später auf. Ich kam in eine Phase, in der mir dies alles zu simpel erschien und ich neue Herausforderungen suchte. In mir drin blieb jedoch immer eine Genreliebe und ich bin froh, dass ich diese vor einigen Jahren wiederentdeckte. Mittlerweile gibt es auch wieder Verlage wie Apex oder den Blitz Verlag, die sich jenem Genre widmen. In diesem Bereich werden sich deshalb die Ausflüge in dieses Genre finden, um meiner Leidenschaft Ausdruck zu verleihen.
Nachfolgen die bisher besprochenen Western und Neowestern.
B
Braun, Matt: Luke Starbuck Reihe 🐧🐧🐧🐧
F
Foster, Alan Dean: Pale Rider – Der namenlose Reiter 🐧🐧🐧🐧
H
Hillerman, Tony: Tanzplatz der Toten 🐧🐧🐧🐧
O
Overholser, Wayne D.: Fluss ohne Wiederkehr 🐧🐧🐧
W
