Römmele, Andrea: Demokratie neu denken

In „Demokratie neu denken“ analysiert Andrea Römmele fünf Megatrends und entwirft positive wie negative Zukunftsszenarien für unsere Demokratie. Sie fordert mehr Bürgerbeteiligung, faktenbasierte Diskussionen und einen zukunftsorientierten Politikstil. Leicht zugänglich und mutig, bietet das Buch einen spannenden Einstieg in die Herausforderungen demokratischer Gesellschaften.

Assmann, Aleida und Jan: Gemeinsinn

In „Gemeinsinn“ fragen Aleida und Jan Assmann, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Sie analysieren den Verlust des Gemeinwohldenkens, zeigen ideengeschichtliche Wurzeln auf und plädieren für mehr Verantwortung, Solidarität und Engagement. Klar, verständlich und gesellschaftlich relevant – auch wenn konkrete Zukunftsvisionen etwas knapp bleiben.

Steinbeis, Maximilian: Die verwundbare Demokratie

In „Die verwundbare Demokratie“ zeigt Maximilian Steinbeis, wie autoritärer Populismus demokratische Institutionen von innen heraus untergräbt. Anhand konkreter Beispiele – etwa aus Ungarn, Italien und Thüringen – erklärt er, wie rechtliche Schlupflöcher, Sperrminoritäten und Institutionenbesetzungen missbraucht werden können. Ein eindringlicher Appell, Demokratie aktiv zu schützen.

Friedman, Michel: Mensch !

Ein bewegender Buchmesse-Moment: Michel Friedman stellte sein Buch „Mensch!“ vor – eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Persönlich, emotional und appellativ warnt er vor Gleichgültigkeit, Hass und Polarisierung. Als Sohn von Holocaust-Überlebenden fordert er klare Haltung, Engagement und Menschlichkeit. Ein eindringlicher Weckruf, der lange nachhallt.

Reuschenbach/Frenzel: Defekte Debatten

Durch einen TV-Auftritt von Julia Reuschenbach bin ich auf „Defekte Debatten“ (Suhrkamp, 2024) gestoßen. Gemeinsam mit Korbinian Frenzel analysiert sie die Krise unserer Streitkultur: Vereinfachung, Emotionalisierung und Vertrauensverlust begünstigen Populismus. Das Buch zeigt Ursachen klar auf und macht konkrete Vorschläge für bessere Debatten. Sehr lesenswert und hochaktuell.

Sahebi, Gilda: Verbinden statt spalten

In Verbinden statt spalten analysiert Gilda Sahebi die Mechanismen gesellschaftlicher Polarisierung. Sie zeigt, wie emotionale Narrative Trennlinien verstärken – und plädiert für Differenzierung, Selbstreflexion und das Sichtbarmachen des Gemeinsamen. Kein Ratgeber, sondern ein kluger Appell für verantwortungsvolle Debatten und demokratischen Dialog.

Michell, Tom: Der Pinguin meines Lebens

Pinguine sollen 2026 auf meinem Blog wieder eine größere Rolle spielen – jeden Monat ein Buch mit Pinguinbezug. Den Anfang macht Der Pinguin meines Lebens von Tom Michell. Der autobiografische Bericht erzählt von der Rettung des Pinguins Juan Salvado und einer ungewöhnlichen Freundschaft im Argentinien der 1970er-Jahre. Warmherzig, humorvoll und berührend zeigt das Buch, wie Verantwortung, Empathie und Zusammenhalt Leben verändern können.