Musikkritik: Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ von Kraftklub

„Sterben in Karl-Marx-Stadt“ zeigt Kraftklub auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Entwicklung. Zwischen Indie-Rock, Punk, Hip-Hop und Pop verbinden sie persönliche Reflexion mit gesellschaftlicher Kritik und viel Ironie. Besonders „Schief in jedem Chor“ hat mich begeistert. Ein abwechslungsreiches Album, das live noch einmal zusätzlich an Kraft gewinnt und für mich eine klare Hörempfehlung ist.

Ostermann, Michael: Dominik Nerz – Gestürzt

„Dominik Nerz – Gestürzt“ zeigt die Schattenseiten des Profiradsports. Michael Ostermann schildert eindrucksvoll, wie Leistungsdruck, Selbstzweifel und gesundheitliche Belastungen eine vielversprechende Karriere beenden können. Dank zahlreicher Interviews entsteht ein differenziertes und bewegendes Porträt, das weit über den Radsport hinaus zum Nachdenken über Spitzensport anregt.

Karl May Festspiele Mörschied 2026: Winnetou II – Das Geheimnis des Scouts

Auch in diesem Jahr haben mich die Karl-May-Festspiele Mörschied überzeugt. „Winnetou II – Das Geheimnis des Scouts“ punktet mit starken Schauspielern, beeindruckenden Reiterszenen und gelungenen Kampfchoreografien. Das Textbuch wirkt zwar stellenweise etwas überladen, doch die Leidenschaft des ehrenamtlichen Ensembles macht den Besuch zu einem lohnenswerten Karl-May-Erlebnis.

Marheinecke, Reinhard: Der Goldschatz  der Badlands

Mit „Der Goldschatz der Badlands“ setzt Reinhard Marheinecke seine Karl-May-inspirierte „Rote Reihe“ fort. Die Schatzsuche zwischen Europa und Nordamerika bietet viel May-Atmosphäre und starke Landschaftsbeschreibungen. Für mich bleibt der Roman jedoch etwas vorhersehbar und erreicht nicht ganz die Qualität anderer Bände – dennoch ein gelungener Einstieg in Marheineckes May-Kosmos.

Kuhnle, Heidi Maria und Martin: Wandern für die Seele – Odenwald

Der Wanderführer „Wandern für die Seele – Odenwald“ bietet 20 abwechslungsreiche Touren, bei denen Erholung und Naturerlebnis im Mittelpunkt stehen. Übersichtlich gestaltet, gut navigierbar und mit vielen Hintergrundinformationen hat uns das Buch bei mehreren Wanderungen überzeugt. Für Genusswanderer, Familien und alle, die den Odenwald neu entdecken möchten, eine klare Empfehlung.

Sagan, Peter: Meine Welt

Peter Sagans Autobiografie „Meine Welt“ erzählt seine Karriere anhand seiner drei Weltmeistertitel statt chronologisch. Besonders spannend sind die Einblicke in Renntaktik, Trainingsalltag und den enormen Druck des Profiradsports. Sagan zeigt dabei nicht nur seine Erfolge, sondern auch Selbstzweifel und Rückschläge. Für mich eine authentische und lesenswerte Biografie für Radsportfans.

Die Ernährungs-Docs. Gute Verdauung

„Die Ernährungs-Docs – Gute Verdauung“ verbindet verständliches Wissen über Darmgesundheit mit über 60 alltagstauglichen Rezepten. Besonders gefallen haben mir die FODMAP-Tipps und die große Rezeptvielfalt. Viele Gerichte gehören inzwischen fest zu meinem Speiseplan. Für mich hat die Ernährungsumstellung spürbar zu weniger Darmbeschwerden beigetragen – ganz ohne auf Genuss zu verzichten.

Cleijne, Jan: Unmöglich ist kein französisches Wort

Mit dem Start der Tour de France beginnt für mich jedes Jahr die schönste Radsportzeit. Jan Cleijnes Graphic Novel „Unmöglich ist kein französisches Wort“ erzählt die Geschichte der Tour über ihre größten Mythen, Helden und Schattenseiten. Eindrucksvolle Illustrationen treffen auf spannende Episoden und machen das Buch zu einem gelungenen Einstieg – für Radsportfans ebenso wie für Neulinge.

Musikkritik: Album „All Washed Up“ von Cheap Trick

„All Washed Up“ von Cheap Trick verbindet klassischen Rock, Power-Pop und Hard Rock zu einem abwechslungsreichen Album. Kraftvolle Gitarren treffen auf eingängige Melodien und reflektierte Texte. Besonders gefallen haben mir der Titelsong, „All Wrong Long Gone“ und „Twelve Gates“. Ein Album, das verschiedene Rocktraditionen verbindet und gerade deshalb viel Hörspaß bietet.

Heppeler, Jeremias : Dunkles Donautal

„Dunkles Donautal“ von Jeremias Heppeler verbindet Heimatroman und Krimi auf atmosphärische Weise. Kommissarin Tilda Marder kehrt für einen Mordfall in ihr Heimatdorf zurück und trifft dort auf alte Konflikte, Schweigen und Ausgrenzung. Besonders überzeugen die starke Ermittlerfigur und das eindrucksvolle Setting. Beim Spannungsaufbau bleibt der Krimi jedoch etwas hinter seinem Potenzial zurück.