Musikkritik: Album „Große Kunst“ von Betterov

Mit „Große Kunst“ legt Betterov ein starkes, geschlossenes Album vor. Zwischen Provinz und Großstadt, Herkunft und Identität erzählt er von Beziehungen, Rausch, sozialen Unterschieden und Ost-West-Gegensätzen. Brüche in der Stimme, dichte Texte und ein reifer Sound machen das Album zu einem intensiven Hörerlebnis – und zu einem der spannendsten deutschsprachigen Releases der letzten Zeit.

Serienkritik:  Die Legende

Die dänische Thrillerserie „Die Legende“ erzählt von einem riskanten Undercover-Einsatz des Geheimdienstes PET. Eine junge Polizeianwärterin schleust sich als falsche Juwelierin in das Umfeld eines Drogenbosses ein. Starke Figuren, moralische Konflikte und ein konzentrierter, langsam aufgebauter Spannungsbogen machen die Serie zu einem intensiven skandinavischen Agententhriller.

Musikkritik: Album „Thees Uhlmann“

Ein Album meines Lebens: das Solodebüt von Thees Uhlmann. Zwischen Indierock und Songwriter-Pop erzählt er von Heimat, Identität und Alltag. Songs wie „Zum Laichen und Sterben…“, „& Jay-Z singt uns ein Lied“ oder „Vom Delta bis zur Quelle“ verbinden starke Texte mit eingängigen Melodien. Für mich eines der besten deutschsprachigen Alben aller Zeiten.

Lebbon, Tim: Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts

Mit „Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts“ führt Tim Lebbon weit zurück in die Geschichte von Star Wars. In der prä-republikanischen Ära begleiten wir die Je’daii Lanoree Brock auf der Jagd nach einer Sekte, deren Anführer ihr Bruder ist. Bildhaft erzählt, mit starken Figuren und klassischen Motiven rund um Macht, Balance und Verführung – ein solider und unterhaltsamer Star-Wars-Roman.

Podcast Wasser und Buch

Im neuen Jahr stelle ich neben eigenen Inhalten verstärkt empfehlenswerte Kulturblogs und Podcasts vor. Den Auftakt macht „Wasser und Buch“ von Josef Braun und Linn Penelope Micklitz. Seit 2022 sprechen sie fundiert, pointiert und selbstironisch über Themen rund um den Buchmarkt, stellen großartige Bücher vor und laden Autor:innen ein. Ein klarer Tipp für alle, die gute Buchtipps suchen.

Serienkritik: Frischer Wind

Die Netflix-Serie über die ersten Polizistinnen Schwedens (1958) erzählt vom mühsamen Weg weiblicher Emanzipation im Polizeidienst. Statt Heldinnenpathos zeigt sie Alltag, Widerstände und persönliche Konflikte. Drei starke Frauen kämpfen um Respekt, während Ermittlungen, Privatleben und Gesellschaftswandel ineinandergreifen. Historischer Krimi und Gesellschaftsdrama zugleich – sehenswert trotz ruhigem Start.

Berg, Mathias: Die Kriminalistinnen – Der Tod des Blumenmädchens

Mit „Der Tod des Blumenmädchens“ startet Matthias Berg eine starke historische Krimireihe über die ersten Polizistinnen der Düsseldorfer Kripo. Im Jahr 1969 kämpft Ermittlerin Lucia Specht nicht nur um die Aufklärung eines Mordes, sondern auch um Respekt in einer männerdominierten Welt. Spannender Krimi und kluge Gesellschaftsstudie über Emanzipation und Wandel – absolut lesenswert.

Musikkritik: Album „Schönhauser“ von Zartmann

Zartmann gehört zu den spannendsten neuen Acts Deutschlands. Seine EP „Schönhauser“ verbindet Pop und Rap mit emotionalen, klugen Texten über Beziehungen und Veränderung. Besonders „Tau mich auf“ bleibt im Ohr und zeigt, wie eingängige Melodien und Tiefe zusammengehen. Ein starkes Album, das meine Vorfreude auf seinen Auftritt beim Schlossgrabenfest deutlich steigert.

Filmkritik: F1 – Der Film

Die neue Formel-1-Verfilmung mit Brad Pitt setzt voll auf spektakuläre Rennaction. Als Ex-Pilot Sonny Hayes kehrt er ins F1-Geschehen zurück und trifft auf ein junges Talent – Generationenkonflikt inklusive. Die Story bleibt vorhersehbar, doch die auf echten Strecken gedrehten Rennszenen sind atemberaubend realistisch. Actionreich, unterhaltsam und für Motorsportfans absolut sehenswert.