Serienkritik: Hijack

Die Serie The Newsreader beleuchtet eine Nachrichtenredaktion im Australien der 1980er Jahre. Im Mittelpunkt stehen Helen Norville und Dale Jennings, deren Zusammenarbeit von beruflichem Druck und persönlichen Konflikten geprägt ist.
Neben Themen wie Sexismus, Medienwandel und gesellschaftlichen Normen zeigt die Serie die Dynamik eines Newsrooms zwischen journalistischem Anspruch und wirtschaftlichen Interessen.

Ellis, Bret Easton : Unter Null

„Unter Null“ von Bret Easton Ellis zeigt eine privilegierte Jugend in Los Angeles, geprägt von Drogen, Konsum und emotionaler Leere. In fragmentarischen Episoden bleibt Hauptfigur Clay distanziert und ohne Entwicklung. Der minimalistische Stil verstärkt die Wirkung: schockierend, kühl und verstörend – ein radikales Porträt einer verlorenen Generation.

Randt, Leif : Leuchtspielhaus

Leif Randts „Leuchtspielhaus“ beeindruckt durch eine konsequent ästhetische Erzählweise. In einem kreativen Milieu definieren sich die Figuren über Stil, Trends und Oberflächen – Gefühle bleiben bewusst im Hintergrund. Die fragmentarische Handlung und die distanzierte Perspektive zeigen eine Welt voller Freiheit, die zugleich von emotionaler Leere geprägt ist. Gerade darin liegt die subtile Gesellschaftskritik dieses besonderen Debüts.

Musikkritik: Album „Wir“ von Kaffkiez

Mit „Wir“ liefert Kaffkiez erneut eingängigen Indie-Pop mit Deutschrockcharakter.
Treibende Gitarren, hymnische Refrains und Themen wie Freundschaft, Gemeinschaft und Alltag machen das Album besonders zugänglich.
Die Stärke liegt weniger in großer textlicher Tiefe als in seiner Energie, Direktheit und starken Live-Wirkung.

Schalko, David: Frühstück in Helsinki

„Frühstück in Helsinki“ erinnert stilistisch an Soloalbum, entwickelt aber einen deutlich melancholischeren Ton.
Ein namenloser Erzähler blickt auf gescheiterte Beziehungen, Sehnsüchte und seine Angst vor dem Älterwerden zurück. Popliterarische Oberfläche trifft hier auf überraschend viel Selbstreflexion und emotionale Tiefe.