Ehlert, Sascha: Palo Santo

Sascha Ehlerts Debütroman „Palo Santo“ verbindet Liebesgeschichte, Hollywood-Mythos und politische Gegenwartsanalyse. Zwischen Berlin und Los Angeles suchen die Figuren Golo und Hedi nach Orientierung in einer verunsichernden Zeit. Mit zahlreichen Film- und Popkulturreferenzen erzählt Ehlert von Sehnsucht, Freiheit und den Grenzen kultureller Träume. Ein spannender Beitrag zur aktuellen Popliteratur.

Aber, Aria: Good Girl

Aria Abers Debütroman Good Girl (2025) erzählt intensiv von der 19-jährigen Nila, Tochter afghanischer Geflüchteter in Berlin, die ihrer Herkunft entfliehen will. In einer rohen Ich-Perspektive schildert der Roman Identitätssuche, Wut, Drogenrausch und eine toxische Beziehung. Mit hohem Tempo und drastischer Sprache zeigt Aber die Schattenseiten von Zugehörigkeit und Selbstverleugnung.

Armut als Einschränkung und ein abwesender Vater – Öziri, Necati: Vatermal

Dieser Roman beeindruckt mich in seinem Sprachgebrauch. Öziri schreibt gekonnte Dialoge, gibt seinen Figuren die passende Sprache und verwebt in seinem Text poetische Sprachpassagen, die zugleich hohes Reflexionspotential haben. Der Roman gibt uns einen klaren Eindruck in das Leben einer alleinerziehenden Mutter, die daraus erwachsende Armut und die Belastung, als Migranten Teil der Gesellschaft zu sein.