Marheinecke, Reinhard: Die Rache der Komantschen
Reinhard Marheinecke liefert erneut ein solides Pastiche ab. Mich kann die Geschichte abholen und ich freue mich, dass die beiden Blutsbrüder wieder ihre klassischen Rollen einnehmen.
Der Kulturblog
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Reinhard Marheinecke liefert erneut ein solides Pastiche ab. Mich kann die Geschichte abholen und ich freue mich, dass die beiden Blutsbrüder wieder ihre klassischen Rollen einnehmen.
Wieder einmal ist Marheinecke ein spannendes Pastiche mit vielen alten Bekannten gelungen. Marheinecke kennt die Stilistik des Maysters und nutzt diese für eine eigenständige Abenteuerwelt.
Die Sammlung bietet eine tolle Vielfalt mit den mir bekannten Figuren und ist deshalb ein interessanter Beitrag für das Karl-May-Universum. Die Geschichten sind bis auf die letzte Erzählung alle gut an den Mayster-Stil angelegt.
Mit seiner Ferry-Bearbeitung zeigt May, wo er sich andere Ideen und Impulse am Ausgangswerk wünschte. Dies hat dem Roman sicherlich nicht nur gutgetan, wenn man Einordnungen ins Gesamtwerk liest.
Der letzte Band der Trilogie kann mich leider am geringsten überzeugen. Interessant finde ich den Heldenschwerpunkt auf dem Kleeblatt rund um Sam Hawkens und wie die Familiengeschichte fortgeführt wird. Bedauerlicherweise bietet dieser abschließende Band zu wenig Überraschungen und wirkt an einigen Stellen langatmig.
Karl May setzt das komplexe Werk um das Schicksal der Familie Adlerhorst mit diesem Abenteuer im Wilden Westen fort. Ich finde die Geschichte um die Suche nach den verschollenen Familienmitgliedern spannend konstruiert.
Insgesamt ist auch dieses Abenteuer spannend und unterhaltsam und für mich ein Beweis dafür, dass auch schwächere Romane dieses Reiseschriftstellers ihre Faszination ausüben können.
Hier handelt es sich um einen richtig toll geschriebenen Abenteuerroman im Sinne Karl Mays. Stilistisch beweist Reinhard Marheinecke große Extraklasse, nur bei der Story hätte die ein oder andere Überraschung geholfen.
Der Trilogieabschluss führt die Fäden der Geschichte zielgerichtet zusammen und bietet viele Wendungen. Die dramatische Verbrecherjagd mündet in einem Schlusskampf.
Im zweiten Band der Trilogie werden verschiedene Welten Mays zusammengebracht, der Roman vereint Nordamerika, Deutschland und Afrika zusammen und ist damit ein besonderer Teil des May-Kosmos.