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Allgemein

Goldfarb, Tobias: Octavia – Tochter Roms Bd.1 – Rezension

„Octavia – Tochter Roms. Gefahr in Germanien“ von Tobias Goldfarb erschienen bei ArsEdition, erzählt uns von der tapferen Octavia, die mit ihrem Vater nach dem Verschwinden der Mutter das Soldatenleben teilen muss. Mitten in Germanien ist ihr Vater Teil der Legionen des Varus und Octavia das einzige Mädchen im Lager. Sie muss sich gegenüber den Jungs beweisen und dann gibt es auch noch die drohenden Gefahren durch heranrückende Germanenstämme.

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Franz, Cornelia: Swing High – Rezension

„Swing High. Tanzen gegen den Sturm“ von Cornelia Franz, erschienen bei Gerstenberg Verlag, erzählt von einer Gruppe Jugendlichen, die sich ihrer Leidenschaft für Swingmusik widmen. Der 16-Jährige Henri ist einer von ihnen und wünscht sich nur die Freiheit Swingmusik zu feiern und zu tanzen. Doch die Nationalsozialisten haben Hamburg 1939 fest im Griff. Ihnen ist die feiernde Jugend, mit ihrer Vorliebe für die neue Musik, ein Dorn im Auge und so beginnen sie die Jugendlichen zu verfolgen.

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Boie, Kerstin: Heul doch nicht, du lebst ja noch – Rezension

„Heul doch nicht, du lebst ja noch“ von Kirsten Boie, erschienen im Oetinger Verlag, nimmt uns mit in das Hamburg 1945 und damit in die ersten Monate nach dem Kriegsende. Die Bevölkerung lebt innerhalb der zerbombten Stadt, muss sich um Essensmarken bemühen und das richtige Verhältnis zu den Besatzungsmächten finden. Innmitten dieser Lebensumstände sind drei Jugendliche, deren Geschichte der Roman erzählt.

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Stone, Tamara Ireland: Mit anderen Worten: ich – Rezension

Die Gedichte hier sind albern, herzzerreißend, urkomisch traurig und in vielen Fällen schlichtweg unglaublich. Sie handeln von Leuten, denen alles egal ist, Leuten, denen zu wenig egal ist, Leuten, denen man vertraut und Leuten, die sich gegen einen wenden, vom Hass auf die Schule, geliebten Freunden, von der Schönheit der Welt. Es sind auch immer wieder schwermütigere darunter über Depressionen und Abhängigkeit, Selbstverletzung und verschiedenste Wege das Leiden zu ändern. Die meisten jedoch handeln von Liebe. Davon zu träumen. Sich danach zu sehnen. Verliebt zu sein.

Stone, Tamara Ireland: Mit anderen Worten: ich, S.121 Magellan Verlag 2016.

„Mit anderen Worten: ich“ ist ein Jugendroman, der sich nicht der klassischen Teenager-Liebesgeschichte bedient. Stattdessen versucht die 16-jährige Sam das Chaos im eigenen Kopf zu kontrollieren, denn sie leidet unter Zwangsstörungen. Sie hadert mit ihrer oberflächlichen Freundesclique und muss mit der Angst leben, dass ihre Krankheit öffentlich auftritt. Über einen geheimen Dichterclub entdeckt sie die Kraft der Sprache. Man wird mitgerissen auf dem Weg der Hauptfigur zu mehr Selbstvertrauen und in ihrer Liebe zu einem der Poeten. Ein gelungener Jugendroman über die Hoffnung auf Liebe und die Kraft der Sprache.

Um was geht es?

Die 16-jährige Samantha leidet unter Zwangsstörungen und kann sich nur schwer in ihrem Alltag behaupten. Sie kämpft um Anerkennung in ihrer Freundinnenclique und lebt mit der Angst in der Öffentlichkeit einen Anfall zu erleiden. Mit therapeutischer Hilfe versucht sie ihren Alltag zu regeln. Ruhe findet sie nur im Schwimmen, bis eine mysteriöse neue Freundin in ihr Leben tritt. Gemeinsam entdecken die Beiden die Dichterecke, einen geheimen Dichterclub, der Samantha die Möglichkeit gibt, über ihr Innerstes zu schreiben. Ihr Leben scheint sich zu normalisieren und dann verliebt sie sich auch noch in AJ. Doch werden ihre alten Freundinnen ihr neues Ich akzeptieren und kann sie AJ die Wahrheit über ihre Zwangsstörungen erzählen?

Mein Eindruck vom Buch

Der Roman beginnt gleich mit den Zwangsstörungen und so sind wir als Leser*Innen gleich mittendrin. Samantha, genannt Sam, kann uns so offen ihre Geschichte erzählen und uns Teil ihrer Welt werden lassen. Nah an der Hauptfigur, begleiten wir sie durch Zusammenbrüche und Selbstzweifel. Schnell zeigt der Roman eine Tiefe, die ihn von anderen Jugendromanen unterscheidet. Dynamisch zeigt die Gefühlswelt der Hauptfigur, dass sie zu wenig an sich selbst glauben kann. Erst der Eintritt der mysteriösen Caroline ändert ihr Leben. Ihr kann sie sich gänzlich öffnen und gemeinsam entdecken sie die Dichterecke. Dieser geheime Dichterclub ist das Zentrum der Geschichte. Die Besuche dieses Clubs zeigen junge Menschen, die sich sprachlich öffnen, gemeinsam trauern und lachen, ohne dass irgendjemand davon ausgehen muss, dass irgendwer die Situation ausnutzt. Sam beginnt sich in diesem Kreis zu öffnen und verliebt sich in AJ.

Hoffnung in der Kraft der Sprache

Der Roman verhandelt wichtige Themen des Teenagerdaseins. Freundschaft, Liebe und die Frage nach dem eigenen Weg sind die wichtigsten. Sam verlässt durch die Kraft der Sprache ihren Schutzraum. Doch natürlich gibt es Rückschläge, welche die Story vorantreiben. Dies wird in einer komplexen Sprache geschildert, der trotzdem das Kunststück gelingt, dass man nicht den Anschluss verliert. Als Leser*In zieht die Hauptfigur einen in seinen Bann und einige Textstellen sind wie gemacht für Poesiebücher. Auch wenn der Text an einigen Stellen naiv und oberflächlich wirkt ist es ein wunderbares Buch über die Hoffnung gebende Kraft der Sprache. Ein empfehlenswertes Jugendbuch für alle die schöne Liebesgeschichten suchen und dabei dem ein oder anderen Klischee aus dem Weg gehen wollen.

Unbezahlte Werbung aus Liebe zum Buch

Tamara Ireland Stone:

Mit anderen Worten: ich

Magellan Verlag

ISBN: 978-3-7348-8209-8

Preis: 9,00€

https://www.magellanverlag.de/titel/mit-anderen-worten-ich/477