Meinecke, Thomas: Odenwald

„Odenwald“ verbindet Popkultur, Philosophie und wissenschaftliche Theorie zu einem literarischen Sampling aus Zitaten und Diskursen. Statt klassischer Handlung entstehen neue Bedeutungen durch Textmontagen und intertextuelle Verweise. Der Roman ist anspruchsvoll, sperrig und klar kein Mainstream, überzeugt aber als faszinierendes Denkexperiment zwischen Literatur, Theorie und Pop.

Messner, Ricarda: Wo der Name wohnt

Ricarda Messners Debütroman Wo der Name wohnt (2025) bildet den Abschluss meines Büchertischs. Die Ich-Erzählerin erforscht nach dem Tod der Großmutter ihre Familiengeschichte und den verlorenen jüdischen Namen Levitanus. In einer dichten, autofiktionalen Sprache verknüpft der Roman Erinnerungen, Herkunft und Identität. Besonders überzeugend ist das Haus der Großeltern als Symbol für Heimat und Geschichte.