Sündenfälle und Leidenschaft als Spiel des Wahnsinns – Stricker, Sven: Sörensen fängt Feuer

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„Ich will, dass wir den Fall lösen. Ohne die Superpolizisten Hennings und Haas aus Flensburg. Wenn die kommen, muss die Sache durch sein“.

Sven Stricker: Sörensen fängt Feuer, 2023, Rowohlt Verlag, S.365.

Abgründe kurz vor Weihnachten

Weihnachten steht kurz vor der Tür und so hofft Kriminalhauptkommissar Sörensen auf eine ruhigere und besinnliche Zeit. Doch die Ruhe wird nicht eintreten, denn ein junger Mann stößt in einer Nacht auf eine junge blinde Frau. Diese ist abgemagert und trägt trotz der kalten Nacht nur ein dünnes Nachthemd. Sörensen wird hinzugezogen, doch aus der Frau ist nichts herauszubekommen. Nach Ermittlung der Adresse stößt er auf eine männliche Leiche mit 17 Messerstichen. Hat etwa die junge Frau, diesen Mann getötet, wurde sie von ihm etwa jahrelang misshandelt? Und was haben diese Geschehnisse mit der religiösen Nachbarschaft zu tun?

Sven Stricker setzt mit dem zweiten Teil seiner Sörensen Reihe die im Debüt begonnenen Wege fort. Wir treffen auf viele der Figuren aus dem ersten Teil wieder und beginnen vor allem seine Kollegin und ihre Familie noch näher kennenzulernen. Zudem taucht sein Vater im zweiten Teil in Katenbüll auf. Sörensen ist mir schon im ersten Teil ans Herz gewachsen, doch der zweite Fall zeigt auf, dass die Figur ein großes Herz hat und seinen Job mit dem Glauben ausübt, Menschen zu helfen. Im obigen Zitat zeigt sich, dass er ehrgeizig ist und den Kollegen aus der Stadt den Fall nicht überlassen möchte. Stricker behält die Ironie bei und lässt den Kommissar immer wieder pointierte und lustige Wertungen abgeben. Trotzdem empfinde ich diesen Fall ernsthafter, zumal der zu lösende Fall durchaus eine besondere Tiefe besitzt. Stricker lässt den Nebenfiguren Raum, sich zu entfalten und baut auf diese Weise seine Reihe konsequent auf. Die im ersten Teil prägende Dorfstruktur zeigt sich innerhalb dieser Ermittlungen erneut und erschwert diese, zumal Sörensen als das von außen kommende Störende gilt. Mich überzeugt der zweite Roman. Der schon im ersten Teil flüssige Schreibstil setzt sich fort, der Spannungsbogen ist so gestaltet, dass man weiterlesen möchte und so gefällt mir auch dieser Sörensen-Fall.

Fazit

Sven Stricker konstruiert seine Reihe konsequent weiter. Sörensen darf in diesem Fall seine Herzlichkeit offenbaren, die sich hinter seiner knorrigen Art versteckt. Erneut belastet die Dorfstruktur ein Mordfall, der die Türen zu größeren Abgründen öffnet. Sörensen behauptet seine Rolle als außerhalb der Dorfgemeinschaft stehendes Störelement. Im zweiten Band lässt der Autor den Nebenfiguren weiteren Raum und man freut sich darüber zwei weitere Bände lesen zu können.

Werbung aus Liebe zum Buch

Wertung: 🐧🐧🐧🐧

Sven Stricker: Sörensen fängt Feuer

ISBN: 978-3-499-29176-0

https://www.rowohlt.de/buch/sven-stricker-soerensen-faengt-feuer-9783499291760

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