Schröder, Steffen : Der ewige Tanz

Steffen Schröders „Der ewige Tanz“ erzählt das Leben der Tänzerin Anita Berber als poetisches Porträt einer schillernden und zugleich zerbrechlichen Künstlerin der Weimarer Republik. In fragmentarischen Rückblicken entsteht das Bild einer Frau zwischen Freiheit, Selbstinszenierung und Selbstzerstörung. Sprachlich eindrucksvoll, atmosphärisch dicht und mit großem Sog erzählt – für mich eine klare Leseempfehlung.

Kaiser, Susanne: Riot Girl

In Riot Girl von Susanne Kaiser ermittelt LKA-Beamtin Obalski undercover im Jugendamt, um eine Aktivistinnengruppe aufzudecken, die gegen Gewalt an Frauen protestiert. Als eine Leiche in der Isar auftaucht, steht der Verdacht der Selbstjustiz im Raum. Ein spannender Krimi, der Aktivismus, Social Media und gesellschaftliche Konflikte verbindet.

Schimmelbusch, Alexander: Karma

In Karma von Alexander Schimmelbusch führt die Handlung ins Jahr 2033: Ein mächtiger Tech-Konzern prägt Gesellschaft und Alltag. Nach dem Ruhestand suchen ehemalige Manager nach Sinn und Identität in einer hochvernetzten Welt. Der Roman verbindet Zukunftsvision mit Gesellschaftskritik – sprachlich stark, in Struktur und Figuren jedoch nicht immer vollständig überzeugend.