Böhm, Anna: Die Tierpolizei Band 1 – Rezension

Humorvolle Detektivgeschichte

Heute ist Internationaler Kindertag und auch ich möchte an diesem Tag  teilnehmen, in dem ich heute zwei tolle Kinderbücher vorstelle. Beide wurden mir von ehemaligen Kolleginnen empfohlen und wie fast immer haben sie meinen Geschmack getroffen. Das mir die neue Reihe von Anna Böhm empfohlen würde, musste mir eigentlich nach der Begeisterung für „Emmi und Einschwein“ klar sein. Und ich habe richtig Spaß beim Lesen des ersten Bandes von „Die Tierpolizei“ gehabt. Katzenbärin Flopson muss ihren verschwundenen Freund den Streifentenrek Tjerk suchen und lernt dabei das Leben der Stadttiere kennen. Mit viel Humor bildet sich eine tierisch mutige Truppe und begibt sich auf ein spannendes Abenteuer.

Mein Eindruck vom Buch:

Die Katzenbärin Flopson und der Streifentenrek Tjerk leben bei Frau Huppenschuh und genießen ein bequemes Haustierleben. Flopson ist großer Krimifan und als der Freund verschwindet ist klar, dass sie etwas unternehmen muss. Erste Hinweise deuten auf eine Entführung hin und so verlässt sie die Wohnung, um die Suche zu beginnen. Bei diesem Weg trifft sie Stadttiere und muss feststellen, dass sich diese nur ungern helfen. Doch Flopson gelingt es aufzuzeigen, dass darin auch viele Vorteile bestehen.

Tierische Krimifans ermitteln

Zudem kann sie ihre Erfahrungen als Krimifan gut einbringen und hilft die Ermittlungsmethoden festzulegen. Ihr schließen sich Fridolin das Zwergpony, Melli die Blaumeise und Jack der Teddyhamster an. Gerade letzterer ist äußerst lustig, weil er gerne mürrisch Hilfe verweigert, man aber schnell erkennt, dass er sich über die neuen Freunde freut. Fridolin übernimmt die Rolle des naiven Tieres und insgesamt ergänzen sich die Tiere zu einer tollen Gemeinschaft. Viel Humor, aber auch Spannung bei der Suche machen das Buch aus meiner Sicht zu einem richtig schönen Lesevergnügen.

Die Covergestaltung des Buches ist ebenfalls toll und dies zieht sich über die Illustrationen weiter und sorgt für einen wunderbaren Gesamteindruck. Empfohlen wird das Buch zum Lesen für Kinder ab 8 Jahren, aber man kann es sicherlich auch davor vorlesen. Die Textmenge ist passend für die Altersklasse und die Sprache ist gut zu lesen. Toll sind auch die Wortneuschöpfungen von Anna Böhm, wie zum Beispiel das Wort „Fußabdrückler“, was die tierischen Fußspuren treffend beschreibt. Dieser Schreibstil macht Anna Böhm aus meiner Sicht zu einer der besten Autor*Innen die wir aktuell in diesem Alterssegment haben. Die unterschiedlichen Stärken der Tiere kommen in der Geschichte zur Geltung und unterstützen damit die Idee des gemeinschaftlichen Zusammenhalts. Die Hinweise auf den verschwundenen Tjerk werden häppchenweise präsentiert und so kann man auch wunderbar miträtseln. So verbinden sich lehrreiche Ansätze der Geschichte mit Spaß am Lesen und dieser Detektivgeschichte.

Und schon steckte die Tierpolizei mitten in ihrem nächsten Abenteuer.

Anna Böhm: Die Tierpolizei. Kommissare mit Fell und Feder, S.215, Oetinger Verlag 2020.

Über diesen letzten Satz habe ich mich gefreut, denn er macht deutlich, dass diese Reihe weiter gehen wird. Anna Böhm ist eine witzige-spannende Tiergeschichte gelungen, welche ihre Leserschaft mit tollen Tierfiguren begeistert. Neben der unterhaltsamen Gestaltung ist die Geschichte auch noch lehrreich, in dem die Vorzüge des gegenseitigen Helfens und von Freundschaft deutlich werden. Auch für ältere Vorleser wird dieses Buch eine Freude sein. Ebenfalls schön ist, dass dieses Buch geschlechtsneutral zu einem tollen Leseabenteuer wird. Ich mache auf jeden Fall fleißig Werbung, dass man sich den Abenteuern der Tierpolizei widmet.

Wertung: 🐧🐧🐧🐧1/2🐧

Unbezahlte Werbung aus Liebe zum Buch

Anna Böhm:

Die Tierpolizei. Kommissare mit Fell und Feder.

Oetinger Verlag

ISBN: 978-3-7891-2123-4

Preis: 13,00€

Die Tierpolizei 1 | Verlagsgruppe Oetinger

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