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Meine Kulturreise habe ich mit einem Besuch in Münster fortgesetzt. Ich nehme vorweg, dass mein Trip nach Münster, der beste Teil meiner Reise war. Diese Stadt ist wirklich richtig toll, in ihrer Architektur, ihrer Fahrradfreundlichkeit und dem kulturellen Angebot. Hätte ich dies vorab gewusst, wäre ich länger in Münster geblieben, als es dann schlussendlich war. An meinem ersten Abend konnte ich im beginnenden Dunkeln die ersten Schönheiten von Münster genießen. Zudem war das Münsteraner Volksfest Send am Tag meiner Ankunft und ich habe die Rückkehr auf einen Festplatz nach dieser langen pandemischen Pause genossen.

Am nächsten Tag habe ich dann einen eintägigen Stadtspaziergang gemacht. Orientiert habe ich mich an meinem Reiseführer, den ich für Münster wirklich loben muss. Gestartet habe ich diesen am Domplatz und mit einer Besichtigung des Doms. Erbaut zwischen 1225 und 1264 zeigt der Bau einen guten Übergang von Romantik zur Gotik. Innerhalb ist es vor allem die Sonnenuhr, die mir in Erinnerung bleibt. Weiter geht es dann zum Prinzipalmarkt, wo insgesamt 48 Giebelhäuser mit ihrem charakteristischen Äußeren auf mich warten und einen Blick auf tolle Architektur offenbaren. Das Rathaus ist natürlich das herausragende Gebäude und der Gang ins Innere lässt einen zudem noch Geschichte spüren. Der Friedenssaal ist von seiner Innenarchitektur nicht besonders, aber man weiß um die Bedeutung dieses Saales, als Ort wo der Westfälische Frieden ausgehandelt wurde. Ein Besuch in diesem Raum, war auch gerade angesichts der politischen Situation ein besonderes Erlebnis.

Man durchstreift die Stadt dann weiter, besucht die Lambertikirche, die Stadtbücherei, sieht das alte Polizeipräsidium, sowie das neue. Clemenskirche, Überwasserkirche, sowie die ebenfalls von außen beeindruckende Ludgerikirche zeigen in den Sakralbauten eine tolle architektonische Vielfalt, die mich wirklich beeindruckt hat. Es gibt bei diesem Stadtrundgang viel zum Entdecken.

Ausgeruht habe ich mich an Universität und am Aasee und dabei auch etwas lesen können. Nicht näher betrachtet habe ich das Münsteraner Schloss, stattdessen bin ich am Abend noch etwas durch die Stadt und habe Restaurants und Bars genossen und somit abschließend einen wunderbaren Tag in Münster gehabt. Besonders ist auch der Besuch des Antiquariat Soler gewesen. Immerhin ist dieses Geschäft mir aus dem Fernsehen und der Serie Wilsberg bestens bekannt. All dies macht Münster zu einem wunderbaren touristischen Ziel und Jeder sollte dies bei seinen Planungen zumindest in die Auswahl nehmen. Ich werde auf jeden Fall nochmals nach Münster reisen und das Umland dann auch in Augenschein nehmen und vor allem die Münsteraner Krimitour buchen.

In Münster habe ich das LWL Museum für Kunst und Kultur besucht. Die Sammlung bietet eine Zeitreise durch 1000 Jahre abendländische Kunst- und Kulturgeschichte. Man erblickt verschiedene handwerkliche Ausarbeitungen, die von ästhetischer Bedeutung für unsere Kulturgeschichte sind. Im Mittelalterteil kann man Altargemälde, aber vor allem Holzschnitt, Glasmalereien und Skulpturen betrachtet. Gerade letztere sind toll ausgearbeitet und man kann sich diese auch gut in einem Gebäudekontext vorstellen. Die jeweiligen Sammlungsteile werden von pointierten Texterläuterungen begleitet. Im Anschluss durchläuft man den Barockpart. Im Vergleich zu den Gemälden, die ich in Köln gesehen habe, möchte ich bei diesem Museumsbesuch meinen Schwerpunkt auf einen anderen Teil legen. Hervorzuheben ist allerdings, dass im Gesamtblick das Museum in Münster einen guten historischen Eindruck liefert. Schwerpunkt der Modernesammlung bildet August Macke. In seinen Gemälden erkennt man die Farbenfreude und die Arbeit Formen und spielt mit Lichtelementen innerhalb seiner Kunstwerke. In diesem Sammlungsteil habe ich mich auf jeden Fall am längsten aufgehalten. Das Gemälde „Mädchen vor dem Springbrunnen“ hat mich herausgefordert, da ich zunächst keinen klaren Bezugspunkt innerhalb des Bildes ausmachen konnte. Je länger ich mich aber auf die Lichtverhältnisse eingelassen habe, desto mehr habe ich anhand der Farbwelt erkennen können. Macke lädt mit seiner Technik ein, dass man sich förmlich in seine Bilder fallen lässt. Beim Bild „Spaziergänger“ finde ich das Spiel mit Lichtverhältnissen, auch zur Darstellung von Schattierungen, noch besser gemacht. Danach wechselt man in den Ausstellungsteil der Moderne und hier hat das Werl „Ein Kristall, seine Witwe und sein Kind“ von Max Ernst beeindruckt. Zunächst verwirrt mich der Titel, da er durchaus auch Personen in dem Gemälde vermuten lässt, die allerdings nicht erkennbar sind. Aber natürlich verbirgt sich in dieser Kristalldarstellung auch ein Gesicht, vielleicht sind es auch zwei, die mich aus verschiedenen Richtungen anblicken. Vor allem der Glanz dieses Gemäldes, den es wegen der Kristalldarstellung ausstrahlt, spricht mich an. Im modernen Teil, der dann in die Gegenwartskunst übergeht, erlebt man großflächige Darstellungen. Es werden Formen groß und dadurch mit Wirksamkeit sichtbar und natürlich auch die Elemente der Popkultur. Mir hat an diesem Museumsbesuch gefallen, dass ein toller Überblick geboten wird und ich einen vielfältigen Einblick in Kunst erhalten habe. Wer also in Münster ist, sollte auch diesem Museum einen Besuch abstatten.

Mehr Informationen unter: https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/)

Dienstags bis Sonntags 10-18h

Erwachsene 9,00€ – Ermäßigt 4,50€

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