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Die zweite Veranstaltung vor meiner ersten Kulturtour fand ebenfalls in Frankfurt statt und zwar in der Romanfabrik. Aufmerksam geworden durch meinen oftmaligen Reisebegleiter Stefan, war ein Besuch einer Berit Glanz Lesung Pflicht, denn schon das Debüt konnte mich begeistern. Die Rezension zum Roman findet ihr unter https://www.erzaehlwas.de/glanz-berit-automaton-rezension/. Habe ich bei der Veranstaltung im Mousonturm die Moderation gelobt, so konnte ich an diesem Abend nicht mit allen Fragen etwas anfangen. Allerdings wurde dem Publikum ausreichend Möglichkeit geboten, sich in die Diskussion einzuschalten. Berit Glanz schwächte ihren Roman in meinen Augen etwas, da sehr deutlich wurde, dass er als Konzeptroman angelegt ist und die Kritik an der Monotonie der prekären Arbeit der Clickworker*Innen den Mittelpunkt bildet. Ich empfinde dies als spannenden Aspekt ihres Romans und habe  dies auch als Zentrum erfasst, finde aber, dass man dies nicht als so klar konstruiert ausstellen muss. Durch Verschränkung zweier Lebensgeschichten verbinden sich digitale prekäre Arbeit und die Erinnerungen an einen in der Holzverarbeitung tätigen Großvater. Diese Verbindung wurde in der Romanfabrik diskutiert und für mich höher gewichtet, als dies durch den Roman offensichtlich wird. Ich möchte nicht zwingend prekäre Arbeit mit prekärer Arbeit verglichen sehen, sondern wollte in der Diskussion vor allem auf die schwierige Lage der Clickworker*Innen zu sprechen kommen. Die Moderation hat jedoch versucht den Roman mit seiner Kritik in eine Tradition einzureihen. Aus meiner Sicht fehlte bezüglich der gesellschaftlichen Relevanz auch die nötige Kenntnis, diese Problematik passend einzuordnen. Die Digitalisierung sollte nicht als solches kritisch gesehen werden und dies macht Glanz auch nicht. Leider kam dies im Rahmen der Diskussion etwas zu kurz. Ich bin mir sicher, dass viele Unternehmen Aufträge erteilen, ohne zu wissen, dass sich dahinter kein Algorithmus, sondern Clickworking versteckt. Für mittelständische Unternehmen ist der Vorteil des Digitalen entscheidend, ohne, dass ihnen das Know-How zur Verfügung steht, die Hintergründe einzuordnen. Somit hat dieser Abend durchaus die Möglichkeit geboten, sich intensiv mit dem Roman auseinanderzusetzen, jedoch forcierte die Moderation nicht die Richtung, welche mich interessiert hätte. Gerne würde ich mit Berit Glanz nochmals den ein oder anderen Aspekt ihres interessanten Buches ausdiskutieren.

Die Romanfabrik besuche ich aufgrund ihres guten Programmes häufiger und wer sich einmal informieren möchte, kann dies unter: https://www.romanfabrik.de/progress.html

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