Ellis, Bret Easton : Unter Null

„Unter Null“ von Bret Easton Ellis zeigt eine privilegierte Jugend in Los Angeles, geprägt von Drogen, Konsum und emotionaler Leere. In fragmentarischen Episoden bleibt Hauptfigur Clay distanziert und ohne Entwicklung. Der minimalistische Stil verstärkt die Wirkung: schockierend, kühl und verstörend – ein radikales Porträt einer verlorenen Generation.

Stuckrad-Barre, Benjamin: Soloalbum

„Soloalbum“ von Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt von einem Ich-Erzähler, der nach einer Trennung zwischen Popmusik, Fernsehen und Selbstmitleid seinen Alltag bewältigt.
Der Roman wird so zu einem Zeitporträt der 1990er Jahre, geprägt von Konsum, Oberflächlichkeit und einem heute kritisch zu lesenden Frauenbild.

Goosen, Frank: Spiel ab!

Seit Langem habe ich nun mal wieder einen Text von Frank Goosen gelesen und das Buch hat mich schnell in seinen Bann ziehen können. Förster ist eine gut gewählte Figur, um beobachtend Geschichten zu erzählen. In diesem Buch gelingt es Goosen, die Lebensrealität von Teenagern aufzuzeigen und zugleich die Welt eines Jugendfußballtrainers treffend darzustellen.

Lewandowsky, Marcel: Was Populisten wollen

Marcel Lewandowsky hat aus meiner Sicht ein wichtiges Buch in unserer aktuellen Zeit geschrieben. Er sensibilisiert uns für die Strategien von Populisten und ergreift dabei nicht Partei für eine reine Freund-Feind-Betrachtung, sondern fordert dazu auf, sich der Herausforderung durch Populisten mit hohem Engagement und Demokratievertrauen entgegenzustellen.