Dulleck, Nina: Boje hebt ab – Rezension

„Boje hebt ab“ hat einen Protagonisten, den man einfach mögen muss, tolle Zeichnungen und eine Botschaft, die man gerne vorlesen sollte.

Warum Pinguine in meinem Leben eine so große Rolle spielen? Naja irgendwann in meiner Abiturzeit brachte ein lustiger Abend in Verbindung mit Danny de Vito als Mr. Pinguin mir diesen Spitznahmen ein. Danach habe ich großen Spaß an der Beschäftigung mit diesen tollen Tieren gefunden und so war klar, dass diese Verbindung auch in meinem Blog eine Rolle spielen muss. Auf diesem Wege ist nun auch „Boje hebt ab“ in die Auswahl gekommen.

Um was geht es?

Der kleine Pinguin Boje fragt sich, ob er mit seinen kleinen Flügeln nicht auch fliegen könnte? Obwohl ihm einige wegen möglicher Gefahren abraten, möchte er es dennoch versuchen. Wird ihm gemeinsam mit seinen Freunden ein Flug gelingen?

Meine Einschätzung zum Buch

Zunächst halten wir erst einmal fest, dass die Zeichnungen des Buches einfach begeistern müssen. Die runden Formen unterstreichen das etwas tapsig anmutende Auftreten der Hauptfigur. Die Geschichte ist schön vorzulesen und man kann immer wieder Bilder zeigen, welche die Handlung in kleinen Episoden darstellen. Hier ist Nina Dulleck, die sowohl für Zeichnungen als auch den Text verantwortlich ist, wirklich eine gute Kombination gelungen.

Man muss dem kleinen Boje einfach glauben, dass er es unverständlich finden muss, trotz Flügeln nicht fliegen zu können. Die Hauptfigur ist wie die Zielgruppe der ganz Kleinen mit einer wichtigen Frage beschäftigt. Boje agiert wie die Kleinen und stellt einfach eine der aus dem Alltag bekannten „Warum-Fragen“. Ähnlich wie die vielen kleinen Zuhörer, die dieses Buch finden soll, gibt er sich dann auch nicht mit einer einfachen Antwort zufrieden.

Das Bilderbuch vermittelt Kindern , dass man Fragen nachgehen soll. Man darf auch eigene Grenzen austesten, jedoch sollte man darüber nie die eigenen Fähigkeiten, Talente und Vorteile vergessen oder unterschätzen. Nina Dulleck ist ein schönes Bilderbuch mit einer tollen Aussage gelungen, was zum Vorlesen zu empfehlen ist.

Mein Gefährte Pingury will auf jeden Fall der Titelfrage nachgehen und übt fleißig im Garten, nur das Vogelhäuschen scheint etwas klein.

Nina Dulleck:

Boje hebt ab

Oetinger Verlag

ISBN: 978-3-7891-1064-1

Preis: 14,00€

Coververwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags

https://www.oetinger.de/buch/boje-hebt-ab/9783789110641

Robotham, Michael: Schweige still Rezension

„Schweige still“ verdient die Bezeichnung Psychothriller dank seiner gelungenen Kombination aus Handlung und Figuren. Gebannt folgt man dem geschickt gebauten Plot, der die Psychologie krimineller Handlungen offen legt. Dieser Thriller macht Lust darauf die beiden Protagonisten nochmals erleben zu dürfen.

Michael Robotham – Erfinder der O’Loughlin-Reihe mit einem neuen Projekt – schon diese Ankündigung machte mich neugierig. Zudem ist erneut ein Psychologe in Diensten der Polizei eine der Hauptfiguren. Diese Kombination musste den Weg auf meinen Nachttisch und damit auch in diesen Blog finden.

Um was geht es?

Der Psychologe Cyrus Haven unterstützt die Polizei bei Kriminalfällen. Als ein Kollege ihn zudem noch um Hilfe bei einer Patientin bittet, tritt mit Evie eine neue Person in sein Leben und bringt Veränderungen. Die Beiden müssen Kindheitstraumata verarbeiten und Evie soll zudem noch über die Fähigkeit verfügen, Lügen zu erkennen. Das Zusammentreffen der Beiden führt dazu, dass sich Evie in die kriminalistische Arbeit von Cyrus verstrickt. Aktuell hilft er der Polizei bei der Aufklärung eines Gewaltverbrechens an einem jungen Mädchen. Doch bei den Ermittlungen stößt er auf eine blockierende Opferfamilie. Wird Evie ihm dabei helfen können order bedroht die Beiden die eigene Vergangenheit?

Meine Einschätzung zum Buch

Michael Robotham konstruiert seinen Thriller um die beiden Hauptfiguren herum und lässt die Geschichte abwechselnd aus deren Perspektiven erzählen. Dadurch gelingt es ihm eine innere Spannung zwischen den Beiden aufzubauen, denen ich als Leser gebannt gefolgt bin. Der Reiz des Thrillers liegt dann auch in dieser Figurenkonstellation, die sich um den Kriminalfall webt. Evie und Cyrus geben nur Stück für Stück Einblick in ihr jeweiliges Seelenleben, doch in diesen Bruchstücken scheinen immer wieder Aspekte aufzuscheinen, welche sich mit dem Verbrechen an dem jungen Mädchen verbinden. Diese immer wieder aufscheinenden Momente erhöhen die Spannung.

Cyrus versucht verdächtige Personen durch bissige Fragen zu verwertbaren Aussagen zu bringen, doch diese Strategie scheint bei der Opferfamilie nicht durchzudringen. Die Versuchung Evie und ihre Fähigkeiten einzubinden wird somit groß, doch diese erweist sich als eigenständiger Charakter.

Mit der vernetzten Handlung gelingt es Michael Robotham die Spannung bis zum Schluss hoch zu halten. Im Vordergrund stehen Psychogramme der Figuren und die Frage nach der Last von Lügen und der damit verbundenen eigenen Erfahrung. Diese Struktur lässt einen auch darüber hinwegsehen, dass das Verhältnis zwischen Cyrus und Evie nicht jedem Realitätstest standhalten kann.

Robotham beweist mit diesem Buch erneut, dass er sein Handwerkt versteht. Der flüssige Schreibstil lässt einen das Buch nur schwer weglegen. Der Plot ist gut gebaut und legt die Psychologie krimineller Handlungen offen. Diese beiden Hauptfiguren verdienen definitiv einen weiteren Auftritt!

Schweige still von Michael Robotham

Coververwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Michael Robotham:

Schweige still

Goldmann

ISBN: 978-3-442-31505-5

Preis: 15,90€

https://www.randomhouse.de/Paperback/Schweige-still/Michael-Robotham/Goldmann/e543210.rhd

Es kann losgehen!


Vorfreude auf diese Überschrift hat mich in den letzten Wochen angetrieben. Eigentlich hätte diesen Text kein Bild aus dem heimischen Garten begleitet, sondern wäre vor den Eingangshallen der Leipziger Buchmesse entstanden, doch die Corona-Pandemie hat alles verändert. Keine Lesefeste, keine Theaterbesuche begleiten meine Freizeit in den vergangenen Wochen. Das öffentliche Leben ist eingeschränkt.
Wie also einen Blogstart auf eine solche Phase anpassen? Den Großteil unserer Freizeit verbringen wir nun zu Hause, die Buchhandlungen als Begegnungsorte sind geschlossen.
Wir alle müssen mit den notwendigen Einschränkungen leben und so ist der Griff zum Buch in diesen Zeiten sicherlich auch die Chance dem heimischen Alltag zu entfliehen.
Albert Einstein sprach einmal „Logik bringt dich von A nach B. Deine Fantasie bringt dich überall hin“. Aus meiner Sicht zeigt dieser Satz auch, dass Bücher uns helfen über bestimmte Dinge nachzudenken und dabei Grenzen zu überschreiten. Genau diese Kraft, die dem Erzählen inne wohnt, soll auf diesem Blog und seinen Beiträgen Thema sein.
In unserer aktuellen Krisenzeit freuen wir uns über Unterhaltung und so hoffe ich, dass auch Ihr alle zu Büchern greift und Euch diese dabei helfen, diese Zeit zu überstehen. Ich möchte meinen Blog neben meinen Lieblingsbüchern, dann auch mit dem ein oder anderen Titel starten, der in meinen Augen gut in diese Zeit passt, oder auch die ein oder andere Ablenkung schafft!
 
Es kann also losgehen, mit dem Blog „Erzaehlwas“ und ich freue mich auf alle Leser*Innen und Rückmeldungen. Ab jetzt werden hier Lesezeichen gesetzt!
Und noch eine wichtige Sache in dieser Zeit ist es, für all die Buchhandlungen, nicht einfach und so bitte ich Euch diese und Ihre Online-Bestellmöglichkeiten zu nutzen und nicht alles auf den großen Online-Marktplatz zu verlagern.
 
Bleibt gesund Euer Sascha und sein Pinguin